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	<title>meinemarie &#187; Ausland</title>
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	<description>Schülerzeitung am Gymnasium Mariengarden</description>
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		<title>Gru&#223; aus Brasilien!</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Jan 2011 17:22:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Josche van der Ven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Titelgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Ausland]]></category>
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		<category><![CDATA[soziales jahr]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit 6 Monaten leistet Josche van der Ven einen freiwilligen Entwicklungsdienst in Brasilien - nun hat er auch der Marie geschrieben, wie die Lage vor Ort ist. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.meinemarie.org/wp-content/uploads/2011/01/3E570A71-95EA-4337-ABC3-51589EA01BC2.jpg" rel="lightbox[4776]"><img class="alignright size-medium wp-image-4787" title="3E570A71-95EA-4337-ABC3-51589EA01BC2" src="http://www.meinemarie.org/wp-content/uploads/2011/01/3E570A71-95EA-4337-ABC3-51589EA01BC2-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Hallo liebe Marie!</p>
<p>Sechs Monate sind schon vorbei. Seit dem 16. Juli wohne ich im Nordosten Brasiliens, in der Gro&szlig;stadt Fortaleza, Hauptstadt des Bundesstaates Ceará.. Die Stadt liegt direkt an der Atlantikkueste und ist mit &uuml;ber 2,5 Mio. Einwohnern die f&uuml;nft gr&ouml;&szlig;te Stadt Brasiliens. Ich arbeite in der Nichtregierungsorganisation (NGO) „Fundação Mandacaru“ als „weltwaerts“-Freiwilliger. Damit leiste ich innerhalb von 12 Monaten meinen Zivildienst ab. „Weltw&auml;rts“ ist ein Programm der Bundesregierung und existiert in Deutschland seit drei Jahren. Dieses Jahr wurden fast 8.000 Jugendliche durch ca. 200 Partnerorganisationen in &uuml;ber 40 L&auml;nder entsandt.</p>
<p>Meine direkte Partnerorganisation ist der Deutsche Entwicklungsdienst. Das bedeutet, dass mir in dem Fall der Flug, die Versicherung, Unterkunft und Verpflegung, sowie auch ein Taschengeld vom DED gezahlt werden.</p>
<p>Die Fundação Mandacaru ist eine Stiftung, die – am Rande eines Armenviertels gelegen – einen Kindergarten, mehrere Nachhilfegruppen, eine Papierrecycling-Werkstatt und eine Capoeira Gruppe (typischer brasilianischer Tanz-Kampfsport) unterh&auml;lt. Au&szlig;erdem empfangen wir hier regelm&auml;&szlig;ig Gem&uuml;se- und Fruchtspenden von einem gro&szlig;en Supermarkt und verteilen diese. Es gibt sechs feste Mitarbeiter (davon vier aus der Comunidade* selbst) und insgesamt sind &uuml;ber 50 Kinder und viele M&uuml;tter in das Projekt involviert.</p>
<p><em>* Comunidade steht f&uuml;r die Slums oder Armenviertel Brasiliens. Dieser Ausdruck, der eigentlich &uuml;bersetzt nur „Gemeinde“ hei&szlig;t, ist wertfreier als das bekanntere Wort „Favela“ und wird auch von den Bewohnern selbst benutzt.</em></p>
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		<title>Sie haben Post!</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 11:06:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Titelgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Amerika]]></category>
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		<category><![CDATA[Ausland]]></category>
		<category><![CDATA[Austausch]]></category>
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		<category><![CDATA[costa rica]]></category>
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		<category><![CDATA[Johanna GÃ¼nther]]></category>
		<category><![CDATA[Katrin Gesing]]></category>
		<category><![CDATA[Marie]]></category>
		<category><![CDATA[mexiko]]></category>
		<category><![CDATA[Ulrich Garvert]]></category>

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		<description><![CDATA[Diese Woche k&#246;nnt ihr erfahren, wie es unseren Austauschsch&#252;lern und "unseren" Brasilianern geht. Jeden Tag ver&#246;ffentlichen wir eine weitere "Postkarte". Vorbeischauen lohnt sich!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Marie &ouml;ffnet diese Woche ihren Briefkasten. Gleich vier von unseren Mitsch&uuml;ler sind jetzt seit fast einem Jahr  auf dem ganzen Globus verstreut und berichten uns von ihren Erfahrungen.</em></p>
<p><strong>Von: Katrin Gesing, Jahrgangsstufe 11, Kansas (USA)</strong></p>
<p>Hey,</p>
<p>was gibt es denn noch neues in Burlo? Ich bereite mich gerade f&uuml;r meine Abreise vor, was mich einerseits sehr traurig macht, ich mich aber auf der anderen Seite auch schon darauf freue. Ich bin allerdings noch nicht in der richtigen Stimmung um meinen Koffer zu packen, obwohl ich damit wirklich schonmal anfangen sollte.<br />
Gestern hatten wir hier &#8220;Graduation&#8221;. Das war ein richtig sch&ouml;nes, letztes Schulerlebniss- richtig traditionell mit Barett and Talar :). Wir haben sogar unsere H&uuml;te in die Luft geschmissen und uns dann gegenseitig mit Luftschlangenspray bespr&uuml;ht!<br />
Bis bald und liebe Gr&uuml;&szlig;e aus Amerika,<br />
sendet Katrin</p>
<p><strong>Von: Ann- Katrin B&ouml;lker, Jahrgangsstufe 11, Tibás (Costa Rica)</strong></p>
<p>Hola!!!</p>
<p>Viele Gr&uuml;&szlig;e aus Costa Rica nach Burlo! Mir geht es weiterhin sehr gut. Gestern hatte mein Gastvater Geburtstag und es wurde mit der ganzen Familie gegrillt: Nachos mit Bohnenbrei, dazu yuca, und nicht zu vergessen Reis haben wir gegessen. Auf solchen Familien fiestas wird immer richtig viel gelacht. Was ganz neues war f&uuml;r mich, dass f&uuml;r das &#8220;Geburtstagskind&#8221; gebetet wurde, denn der Glaube ist hier wirklich ziemlich stark.<br />
Heute haben wir einen Familienausflug zum Vulkan gemacht!! Ich war echt erstaunt, wie gro&szlig; so ein Vulkankrater sein kann-atemberaubend! Dabei ist mir klar geworden, wie lieb ich meine Gastfamilie in den wenigen Monaten gewonnen habe. Umso trauriger macht es mich, dass meine Gastmutter Freitag f&uuml;r 3 Monate in die Schweiz fliegt. Aber im Juli kommt sie mich in Deutschland kurz besuchen. Das wird  super!</p>
<p>Also, ich w&uuml;nsche euch alles Gute,</p>
<p>hasta luego</p>
<p>Ann-Katrin</p>
<p><strong>Von: Carolin Lanfer, Jahrgangsstufe 11, Morelia (Mexiko)</strong></p>
<p>Hey MARIE =)!</p>
<p>Alles klar bei dir/euch? Mir geht es gerade sehr&#8230;&auml;hhm&#8230;braun gebrannt :D. Nur um euch mal ganz kurz etwas neidisch zu machen, weil ich letztes Wochenende am Strand war! Wir haben gerade Freitag Abend, 20:07, und ich bin zu faul mich f&uuml;r die Disco fertig zu machen und schreibe dir deshalb diese einzigartige Postkarte. Das Bild auf der Vorderseite ist, &auml;hhhm, Cancun, der sch&ouml;nste Strand Mexikos mit den besten Partys =) Den habe ich vor einigen Wochen mit allen Austauschsch&uuml;lern auf einer einmaligen Reise gesehen.<br />
So langsam muss ich jetzt auch schon wieder an meine R&uuml;ckreise am 8.Juli denken, obwohl ich das eigentlich noch gar nicht will&#8230;Alle meine neuen Freunde hier zu lassen =(<br />
Aber ich freue mich nat&uuml;rlich auch schon total auf die Schule *juhuuu* ( ups, tut mir Leid, das m&uuml;sst ihr euch jetzt ganz klein gekritzelt vor stellen, so dass man es fast nicht mehr sieht, weil die Postkarte schon voll ist :D )</p>
<p>Liebste Gr&uuml;&szlig;e aus dem einmaligen MEXICO ♥<br />
Caro</p>
<p><strong>Von: Ulrich Garvert, Jahrgangsstufe 11, Latacunga (Ecuador)</strong></p>
<p>Hey Marie,<br />
liebe Gr&uuml;&szlig;e aus dem wundersch&ouml;nen Ecuador sendet euch euer Uli. Mir geht es hier ziemlich gut und noch will ich es nicht wahrhaben, dass ich in ca. 1,5 Monaten wieder von hier weg muss. So oft fragt man sich wo denn blo&szlig; die Zeit verblieben ist, aber wie sagt man so sch&ouml;n: Die sch&ouml;nsten Zeiten vergehen am schnellsten.<br />
Doch freue ich mich in gewisser Weise wieder auf Deutschland:<br />
Auf meine Familie, meine Freunde, mein Fahrrad und ja, auch auf die Schule&#8230;<br />
Es wird auf jeden Fall ein Abschied mit einem lachenden und einem weinenden Auge werden.<br />
Ich habe w&auml;hrend der bisherigen 9 Monate dieses wundervolle Land und dessen Leute wirklich zu lieben und zu sch&auml;tzen gelernt. Die wie gemalt aussehenden Landschaften, paradiesische Orte wie die Galapagos-Inseln und die Gastfreundschaft der Ecuadorianer haben mein Jahr zu einem Jahr gemacht, dass ich nie vergessen werde.<br />
Liebe Gr&uuml;&szlig;e aus dem wundersch&ouml;nen Ecuador<br />
Euer Uli</p>
<p><strong>Von: Johanna G&uuml;nther, Jahrgangsstufe 11, Olavarría (Argentinien)</strong></p>
<p>Liebe Marie,<br />
Heute fast genau auf den Tag bleibt mir noch ein Monat in Argentinien. Ich kann es einfach nicht glauben wie schnell dieses Jahr vergangen ist und will es glaube ich auch noch gar nicht! Es ist eine Mischung aus Abschiedsschmerz, die Tatsache alles, was ich mir hier &uuml;ber einem Jahr hinweg aufgebaut habe, einfach so zur&uuml;ckzulassen und auf der anderen Seite die Wiedersehensfreude auf Famile und Freunde in Deutschland!<br />
Den letzten Monat genie&szlig;e ich aber gerade in vollen Z&uuml;gen und treffe mich so oft wie m&ouml;glich mit meinen Freunden, um Mate zu trinken und am Wochenende nat&uuml;rlich um auszugehen. F&uuml;rs Schlafen, bleibt da weniger Zeit :D aber ich sage immer: &#8220;Schlafen?! &#8230;das kann ich auch in Deutschland noch!&#8221;<br />
So, jetzt muss ich aber los, da ich typisch argentinisch schon eine Stunde zu sp&auml;t dran bin!<br />
Liebste Gr&uuml;&szlig;e, Johanna</p>
<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --><strong>Von: Flora S. de Oliveira , Austauschsch&uuml;lerin 2009/2010, Ara<span style="font-family: Times New Roman,serif;">ç</span>atuba (Brasilien)</strong></p>
<p>Hallo, liebe Marie!<br />
Wie geht&#8217;s euch? Ich hoffe, gut! Mir geht&#8217;s  super. Ich habe geh&ouml;rt, dass bei euch die Sonne scheint, wie sch&ouml;n! Bei  uns ist&#8230;kalt! Nicht wirklich kalt, dass man friert, aber wir k&ouml;nnen  die Pullis langsam aus dem Schrank holen! Mir ist einfach nie mehr kalt  und keiner versteht es. Die Sonne scheint aber immer noch – Der Winter  hier ist fast wie der Sommer in Deutschland. Bei uns wird gerade einfach  nur &uuml;ber Fu&szlig;ball geredet . &Uuml;berall gibt es Party und Stimmung und man  sieht sehr viele Flaggen auf der Stra&szlig;e.<br />
Ich habe mich sehr gut  wieder eingelebt. Es ist echt sch&ouml;n wieder zuhause zu sein und alle  meine Freunde zu treffen, obwohl die Realit&auml;t nicht so cool ist wie das  Austauschsch&uuml;lersleben. Kein Europatour im Jahr 2010! :(<br />
Ich muss  jetzt richtig viel lernen und habe kaum Zeit etwas anderes zu machen,  weil ich am Ende des Jahres mein Abi schreibe. Ich werde Journalismus  studieren, und daf&uuml;r ziehe ich in Januar nach Sao Paulo, die gr&ouml;&szlig;te  Stadt Brasiliens. Also, wenn jemand von euch Brasilien kennen lernen  will, einfach mir Bescheid sagen!  :)<br />
Ein paar Austauschsch&uuml;ler   habe ich hier schon wiedergesehen. Wir treffen uns ziemlich oft, obwohl  alle keine Zeit haben, wegen der Schule. Ich lerne Deutsch weiter und  hoffe, dass ich euch bald besuchen kann! Vielleicht wird es m&ouml;glich im  Sommer n&auml;chstes Jahres, aber ich weiss es noch nicht. Es w&auml;re so richtig  COOL!  Ich denke an Deutschland jeden Tag und denke, dass das beste  Jahr meines Lebens war (Ich glaube, dass unsere Austauschsch&uuml;ler, die  bald wieder da sein werden, mich verstehen :) ). Ich habe so viel  gelernt, gesehen und die coolste Leute kennengelernt. Ich vermisse alles  immer noch wahnsinnig.<br />
Ich hoffe, bald wieder von euch zu h&ouml;ren!  Liebste Gr&uuml;&szlig;e aus Aracatuba, Brasilien,<br />
Flora</p>
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		<title>Weihnachtsgr&#252;&#223;e von Ulrich Garvert!</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Dec 2009 12:05:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrich Garvert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausland]]></category>
		<category><![CDATA[Austauschkolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Titelgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Auslandsjahr]]></category>
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		<category><![CDATA[Ecuador]]></category>
		<category><![CDATA[Quito]]></category>
		<category><![CDATA[Rotary]]></category>
		<category><![CDATA[Ulrich Garvet]]></category>

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		<description><![CDATA[Ulrich Garvert sendet uns Weihnachtsgr&#252;&#223;e und berichtet von den ersten 4 Monaten seines Austausches in Ecuador!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.meinemarie.org/wp-content/uploads/2009/12/uli_1.png" rel="lightbox[3645]"><img src="http://www.meinemarie.org/wp-content/uploads/2009/12/uli_1-300x225.png" alt="Uli mit seiner Gastfamilie" title="Uli mit seiner Gastfamilie" width="300" height="225" class="alignleft size-medium wp-image-3648" /></a>Liebe Marieleser,<br />
ich w&uuml;nsche euch allen Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2010.<br />
Seit fast 4 Monaten bin ich im Austausch mit dem Rotary-Club in Latacunga, Ecuador. Mir geht es hier echt gut, auch wenn es gerade ziemlich komisch ist-Weihnachten und du musst dich um 10 Uhr in der gro&szlig;en Pause mit Sonnencreme einschmieren, da die Sonne hier am &Auml;quator so stark ist und du dir sonst einen derben Sonnenbrand holst (-> Erfahrung). Der Plastikweihnachtsbaum mit kunterbunter (Party-) Beleuchtung steht schon seit Ende November und als ich zur gleichen Zeit bemerkte, dass es hier gar keinen Adventskalender gibt, habe ich schnell einen f&uuml;r meine Familie gebastelt, wor&uuml;ber sie sich echt gefreut haben. Aber es gibt noch einige andere Sachen, die Mein Weihnachten 2009 zu einer ganz neuen Erfahrung machen bzw. machen werden. So trifft sich z.B. die ganze Familie am Heiligen Abend bei meiner Tante beim Cafe zum Geschenketausch. Jeder muss ein Geschenk f&uuml;r ca. 20 Dollar (ca. 14 Euro) kaufen und diese werden getauscht.<br />
Auch Silvester wird ganz anders gefeiert:<br />
Nicht wie in Deutschland werde ich mit Freunden feiern, sondern mit 70 Leuten aus der Familie. Es wird gesungen, sich verkleidet, gegessen und getrunken. Der ganze Spa&szlig;, so wurde mir gesagt, kann dann leicht bis 10 Uhr morgens dauern. Nachdem ich die Bilder der letzten Jahre gesehen habe, kann ich es gar nicht mehr abwarten.<br />
<a href="http://www.meinemarie.org/wp-content/uploads/2009/12/uli_4.png" rel="lightbox[3645]"><img src="http://www.meinemarie.org/wp-content/uploads/2009/12/uli_4-300x225.png" alt="Ecuador" title="Ecuador" width="300" height="225" class="alignright size-medium wp-image-3652" /></a>Das Land Ecuador ist wundersch&ouml;n, da es so vielf&auml;ltig ist. In diesem kleinen Land gibt es 73 Vulkane (davon 14 aktiv), die bis zu 6100 Meter hoch sind, im Osten des Landes ist das Amazonasgebiet mit dem Regenwald und im Westen befindet sich die Pazifikk&uuml;ste. Eine ganz besondere Sache Ecuadors sind die Galapagos Inseln, 1000 Kilometer von der K&uuml;ste entfernt. In allen 3 Gebieten des Festlands war ich bereits und im April darf ich nach Galapagos- die Reise auf die ich am gespanntesten bin.<br />
Die Vielfalt des Landes spiegelt sich auch in der Tier- und Pflanzenwelt wieder. Wale, Geckos, Papageien und Kolibris sind nur ein kleiner Teil von den Tieren, die ich hier bisher freilebend gesehen habe. Nahezu alle Fr&uuml;chte die ihr euch vorstellen k&ouml;nnt gibt es hier. Es sind nicht nur Bananen, f&uuml;r welche Ecuador dem einen oder anderen von euch bekannt sein d&uuml;rfte. Ananas, Papayas, zur Zeit Mangos, Kokosn&uuml;sse….Da es so viel davon gibt es, ist es auch dementsprechend g&uuml;nstig. 100 Orangen kosten zum Beispiel umgerechnet nur 2 €.<br />
So reich die Natur Ecuadors ist, so arm ist seine Bev&ouml;lkerung. Jeder Dritte lebt von nur einem US Dollar (ca. 70 Eurocent) am Tag. Ich lebe in wirklich guten Verh&auml;ltnissen, meine Familie hat eine Angestellte die kocht, b&uuml;gelt, aufr&auml;umt etc. und ein riesiges Haus. So sp&uuml;re ich diese Armut nicht direkt. Oft genug aber sehe ich sie:<br />
<a href="http://www.meinemarie.org/wp-content/uploads/2009/12/uli_5.png" rel="lightbox[3645]"><img src="http://www.meinemarie.org/wp-content/uploads/2009/12/uli_5-300x225.png" alt="Quito" title="Quito" width="300" height="225" class="alignleft size-medium wp-image-3653" /></a>Viele Kinder putzen Schuhe und verkaufen Kaugummis, oft von ihren Eltern geschickt. Ein krasser Anblick war f&uuml;r mich, als ich einen Junge in einem M&uuml;llcontainer hab w&uuml;hlen sehen. Als ich  nach einem tollen Abend in Quitos Altstadt mit meiner zuk&uuml;nftigen Gastfamilie zu ihrem Auto zur&uuml;ckkehrte und mich 2 ca. 6-j&auml;hrige  Jungen um ein St&uuml;ck meiner Zuckerwatte anbettelten f&uuml;hlte ich mich unglaublich schlecht. Du siehst diese armen Kinder und selber lebst du (zu) gut.<br />
Letztes Wochenende war ich wieder in Quito, nebenbei-Ecuadors Hauptstadt, bei einem Stierkampf. Mir gefiel das Ambiente und die Art der Toreros (Stierk&auml;mpfer) mit dem Stier zu k&auml;mpfen. Jedoch ist es schwer anzusehen, wenn der Stier abgestochen wird. Der Stierkampf ist Teil der ecuadorianischen Kultur, stammt aber eigentlich aus Spanien und wurde in der Zeit als Ecuador Kolonie Spaniens war &uuml;bernommen.<br />
Einen gro&szlig;en Teil der „originalen“ ecuadorianischen Kultur machen die Indigenen Einwohner aus. Sie erkennt man daran, dass sie fast immer ihre traditionelle Kleidung tragen, wozu zum Beispiel ein Hut mit Pfauenfeder geh&ouml;rt. Viele von ihnen arbeiten als Kleinbauern in den Bergen und leben oft in armen Verh&auml;ltnissen.<br />
<a href="http://www.meinemarie.org/wp-content/uploads/2009/12/uli_6.png" rel="lightbox[3645]"><img src="http://www.meinemarie.org/wp-content/uploads/2009/12/uli_6-262x300.png" alt="Poncho" title="Poncho" width="262" height="300" class="alignright size-medium wp-image-3655" /></a>Ich liebe Ecuador und nat&uuml;rlich gibt es auch einige Dinge die ich an Deutschland vermisse: Meine Familie und Freunde; ein Essen ohne Reis; Heinz&#8217; belegte Br&ouml;tchen; die Deutsche Bahn; meine Schule ohne Uniform UND mein Fahrrad!<br />
Aber beklagen will ich mich auf keinen Fall, denn mir geht es hier echt gut!<br />
Euch allen noch einmal ein Frohes Weihnachtsfest und einen Guten Rutsch.<br />
Liebe Gr&uuml;&szlig;e aus Ecuador (Besonders an meine Freunde aus der 13 und der 11, bzw. an meine ganze Stufe)<br />
Euer Uli</p>
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		<title>Jonas Bendiksen: So leben wir</title>
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		<pubDate>Wed, 13 May 2009 18:22:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Josche van der Ven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Oberstufenbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Armut]]></category>
		<category><![CDATA[Ausland]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Jonas Bendiksen]]></category>
		<category><![CDATA[Megacities]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Slums]]></category>
		<category><![CDATA[StÃ¤dte]]></category>

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		<description><![CDATA[Letztes Jahr lebten erstmals genauso viele Menschen in Gro&#223;st&#228;dten wie auf dem Land. Eine Projekt &#252;ber das Leben von "Menschen am Rande der Megacitys".]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2439" title="So leben wir" src="http://www.meinemarie.org/wp-content/uploads/2009/05/587_cover_so-leben-wir_02.jpg" alt="So leben wir" width="200" height="140" />Jonas Bendiksen<br />
<strong>So leben wir</strong><br />
Knesebeck<br />
196 Seiten<br />
29,25 Euro</p>
<p>In diesem Buch sprechen die Bilder: Der norwegische Fotograf Jonas Bendiksen hat mehrere Monate in vier v&ouml;llig verschiedenen St&auml;dten verbracht &#8211; nicht als normaler Tourist, sondern mit ortskundigen Leuten in den gr&ouml;&szlig;ten Slums der Welt. In Nairobi (Kenia), Mumbai (Indien), Jakarta (Indonesien) und Caracas (Venezuela) fotografierte er in gro&szlig;en 360°-Aufnahmen die H&auml;user dieser Leute, die unter kaum vorstellbaren Verh&auml;ltnissen wohnen.<br />
Zu jedem der ausklappbaren Bilder findet man einen Text aus Sicht der Bewohner. &#8220;Wenn wir den Leuten von unserem Zuhause erz&auml;hlen, wer wird uns glauben?&#8221;, fragt dort eine Frau aus Mumbai. Durch dieses Projekt glaubt man es, denn mit jeder neu aufgechlagenen Seit f&uuml;hlt man sich mittendrin, mittendrin im Lehmhaus von Halima Odeo aus Kenia genauso wie im Holzverschlag von Rupiah aus Indonesien. Nur wahrhaben m&ouml;chte man es oft nicht, zum Beispiel, wenn neun Leute in einem Raum leben, mit nur einem Bett und ohne Toilette.<br />
Die Fotos stecken voller Details, die oft in den Texten erkl&auml;rt werden &#8211; Gegenst&auml;nde, die die Menschen aufbewahren, W&auml;nde tapeziert mit Zeitungen, ein zerbeulter Blechtopf oder ein Foto von Hugo Chavez: Irgendetwas ist immer besonders interessant.<br />
Das Buch bringt einen zur&uuml;ck auf den Boden der Tatsachen, wenn wir uns &uuml;ber Kleinigkeiten in unserer Umgebung beschweren, und bewegt tiefgr&uuml;ndig. Wem es zu teuer erscheint, f&uuml;r den lohnt sich auf jeden Fall ein Blick auf die Internetseite!</p>
<p><em>&#8220;Ich arbeite an Geschichten, die im t&auml;glichen Rennen um die Schlagzeilen zu kurz kommen. Journalistische Waisenkinder. H&auml;ufig lauern die lohnendsten und &uuml;berzeugendsten Motive in den versteckten Geschichten, die kaum je Aufmerksamkeit erwecken.&#8221;</em> &#8211; Jonas Bendiksen</p>
<blockquote><p><strong><a href="http://www.theplaceswelive.com/">theplaceswelive.com</a></strong><br />
Viele beeindruckende Bilder gibt es auch auf der Website zum Buch.</p></blockquote>
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		</item>
		<item>
		<title>Neues aus dem geweihten Land!</title>
		<link>http://www.meinemarie.org/2009/04/neues-aus-dem-geweihten-land/</link>
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		<pubDate>Mon, 20 Apr 2009 17:42:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina Wilkes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausland]]></category>
		<category><![CDATA[Titelgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Auswandern]]></category>
		<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[Nairobi]]></category>
		<category><![CDATA[Nick Probst]]></category>
		<category><![CDATA[Was macht eigentlich]]></category>

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		<description><![CDATA[Was macht eigentlich Nick Probst? Seit vier Monaten wohnt unser ehemaliger Mitsch&#252;ler jetzt in Kenia. H&#246;chste Zeit f&#252;r einen Zwischenbericht!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im vergangenen November <a href="http://www.meinemarie.org/2008/11/auf-und-davon/">berichteten</a> wir bereits dar&uuml;ber, warum Nick Probst, 17, und seine Familie planten, nach Kenia auswandern. Damals hatte er gro&szlig;en Respekt vor dem Abenteuer, das ihm bevorstand. Dass sich dieses Gef&uuml;hl gelegt hat, beschreibt er in zahlreichen E-Mails an seine Freunde zuhause, aus denen wir euch hier ein Best of pr&auml;sentieren.</strong></p>
<p><a href="http://www.meinemarie.org/wp-content/uploads/2009/04/foto2.jpeg" rel="lightbox[2118]"><img class="alignright size-medium wp-image-2129" title="Wir treffen K&uuml;he - Nick trifft Giraffen" src="http://www.meinemarie.org/wp-content/uploads/2009/04/foto2-300x224.jpg" alt="Wir treffen K&uuml;he - Nick trifft Giraffen" width="300" height="224" /></a>&#8220;Schon seit Anfang Dezember bin ich nun in Afrika und es gibt viel zu berichten. Nach acht Stunden Flug kamen wir bei gef&uuml;hlten 30 Grad in Kenias Hauptstadt Nairobi an. Nach weiteren vier Stunden &Uuml;berredungsarbeit konnten wir endlich unser Gep&auml;ck und unseren Hund in Empfang nehmen, der nach so langer Zeit in einer Holzkiste etwas verst&ouml;rt dreinschaute.<br />
In unserem Hotel angekommen gingen mein Vater und ich erst einmal eine Runde spazieren, um uns die Beine zu vertreten. Dabei begegneten wir sofort einem Einheimischen: Hinter einem Busch nahmen wir eine Bewegung wahr und gleich darauf stand ein Schwarzer vor uns! Mein Vater erkl&auml;rte mir, dass es ein Massai-Krieger war, der das Haus vor uns bewachen sollte. Wie gut, dass mein Vater schon etwas Swahili sprechen konnte! So legte sich mein anf&auml;nglicher Schock schnell wieder. Ich musste schmunzeln, als ich sah, dass der Einheimische zum Bewachen des Hauses mit Pfeil und Bogen bewaffnet war.<br />
Unser erster Morgen in der neuen Heimat begann, wie er besser nicht h&auml;tte sein k&ouml;nnen: Mit einem Fr&uuml;hst&uuml;ck der Extraklasse! Ananas, Papayas, Melonen, Bananen und andere Fr&uuml;chte aus dem eigenen Garten &#8211; ein Traum! Daf&uuml;r lassen die Hamburger hier leider sehr zu w&uuml;nschen &uuml;brig. Als ich meinen ersten afrikanischen Cheeseburger bestellte, bekam ich nach anderthalb Stunden Warten einen Burger ohne Fleisch. Als Ersatz fand ich einen Pfannkuchen zwischen den beiden Br&ouml;tchenh&auml;lften, begleitet von den Worten des Butlers: „Man kann ja mal was ausprobieren!“<br />
Das Alltagsleben neben der Schule unterscheidet sich ebenfalls sehr von dem in Deutschland. Auf den Wochenm&auml;rkten in Nairobi laufen die Menschen mit Maschinenpistolen durch die Gegend, und ein St&uuml;ckchen vom Stadtkern entfernt herrscht sehr viel Armut. Deshalb gehe ich lieber nicht mehr alleine mit dem Hund raus. Auch die Stra&szlig;enverh&auml;ltnisse hier sind gew&ouml;hnungsbed&uuml;rftig, denn Ampeln oder Verkehrsregeln sucht man leider vergebens&#8230;<br />
Meine Schule hingegen ist super. Ich gehe auf eine deutsche Schule in Nairobi und viele von den Mitsch&uuml;lern haben schon einmal dieselbe fremde Situation erlebt wie ich jetzt. Wahrscheinlich wurde ich deshalb so freundlich aufgenommen. Es ist ziemlich anders als auf dem Gymnasium in Burlo. Der Unterricht und der Umgang miteinander sind viel lockerer. Zum Beispiel sa&szlig;en wir schon zusammen mit dem Schulleiter in einem Café und haben eine halbe Ma&szlig; Bier getrunken! Die Stunden sind aber trotzdem genauso hart wie in Burlo. Zur Anlage geh&ouml;ren &uuml;brigens auch ein Tennisplatz, ein Sportplatz und ein Schwimmbad &#8211; das hat mich sehr beeindruckt. Ich spiele jetzt in der Basketball AG bei Coach John, der fr&uuml;her Profi in Amerika war!<br />
<a href="http://www.meinemarie.org/wp-content/uploads/2009/04/nick3.jpeg" rel="lightbox[2118]"><img class="alignleft size-medium wp-image-2120" title="Die Elefanten haben Nick besonders beeindruckt" src="http://www.meinemarie.org/wp-content/uploads/2009/04/nick3-300x224.jpg" alt="Die Elefanten haben Nick besonders beeindruckt" width="300" height="224" /></a>Im Februar hab ich meinen erste Klassenfahrt gemacht. Wir campten mitten in den Chyulu-Hills, einem Nationalpark, und besichtigten H&ouml;hlen mit Flederm&auml;usen, Spinnen und Pythons. Ich h&auml;tte mir nie tr&auml;umen lassen, dass Giraffen, Warzenschweine, Nilpferde, Krokodile und Affen so nah an unser Zelt herankommen. Sogar einen freilaufenden Elefanten habe ich gesehen. Es ist echt ein tolles Gef&uuml;hl,  wenn man kilometerweit ins offene Land schauen kann und riesige Savannen und Steppen vor Augen hat &#8211; ihr merkt also, mir geht es hier wirklich gut!&#8221;</p>
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		<title>Deutsche Sprache &#8211; schwere Sprache?</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Mar 2009 19:10:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina Wilkes</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Leben]]></category>
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		<category><![CDATA[Multikultiwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Schüleraustausch]]></category>
		<category><![CDATA[Thailand]]></category>
		<category><![CDATA[Theresa Stenkamp]]></category>
		<category><![CDATA[Youth for Understanding]]></category>

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		<description><![CDATA[Unsere Sprache zu lernen ist gar nicht so leicht - erst recht nicht, wenn man aus Thailand kommt! Die 12erin Theresa Stenkamp unterst&#252;tzt Austauschsch&#252;ler bei ihrer ersten Zeit in Deutschland und organisiert Sprachkurse.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.meinemarie.org/wp-content/uploads/2009/03/theresa.jpg" rel="lightbox[1886]"><img class="alignright size-medium wp-image-1903" title="theresa" src="http://www.meinemarie.org/wp-content/uploads/2009/03/theresa-225x300.jpg" alt="theresa" width="225" height="300" /></a>Vor knapp einem Jahr hie&szlig; es f&uuml;r Theresa Stenkamp,18, aus der Jahrgangsstufe 12: Kofferpacken und auf gehts! F&uuml;r ein ganzes Jahr tauschte sie „good old Germany“ gegen den kalten Norden und ging nach Finnland. Nun will sie Sch&uuml;lern, die in derselben Situation sind, den Start in der Fremde erleichtern. Ehrenamtlich arbeitet sie deshalb f&uuml;r die Organisation „Youth for Understanding“ (YFU), mit der sie damals selbst reiste.<br />
Insgesamt unterst&uuml;tzen 35 Helfer, zumeist noch Sch&uuml;ler, das Projekt. Und jede Hand wird hier wirklich dringend ben&ouml;tigt: Pro Jahr nimmt die YFU n&auml;mlich etwa 450 Jugendliche aus &uuml;ber 40 Partnerl&auml;ndern in Deutschland auf!<br />
F&uuml;r alle Neuank&ouml;mmlinge gebe es zun&auml;chst einen vierw&ouml;chigen Sprachkurs, erz&auml;hlt Theresa. Und dazu ist einiges an Vorbereitung n&ouml;tig: „Ich organisiere den Kurs, k&uuml;mmere mich also um einen Raum und einen guten Verkehrsanschluss, damit die Sch&uuml;ler in der Fremde auch wissen, wo sie hinfahren m&uuml;ssen. Au&szlig;erdem geh&ouml;rt zum Programm auch ein Mittagsessen, das ich plane!“<br />
Aber Theresa macht die viele Arbeit Spa&szlig;, schlie&szlig;lich war sie selbst einmal froh, solche Hilfe zu bekommen. In Finnland habe es auch einen  Sprachkurs gegeben, „der dauerte aber nur ein paar Tage.“ Ein gelungener Start ist sehr wichtig, sagt Theresa, „Die Finnen sind sehr sch&uuml;chtern!“, erz&auml;hlt sie. „Darauf musste ich mich erstmal einstellen.“ Aber sp&auml;ter habe alles super funktioniert. Schon nach wenigen Monaten habe sich ein Finne bei ihr entschuldigt, sie auf Englisch angesprochen zu haben: „Ich habe ihm auf Finnisch geantwortet. Und er war ganz verlegen und hat mich sofort f&uuml;r eine Einheimische gehalten.“ Daran sieht man, wie wichtig es ist, sich schnell an die neue Sprache zu gew&ouml;hnen.<br />
Zum Programm geh&ouml;rt aber nicht nur das Erlernen der richtigen Verst&auml;ndigung, sondern auch das Kennenlernen der neuen Kultur. Die Kursteilnehmer werden zusammen mit ihren Gastgeschwistern eine Exkursion unternehmen und vom sogenannten „Orientierungslehrer“ mit den unbekannten Sitten vertraut gemacht.<br />
Diesen Juli beginnt f&uuml;r zehn Jugendliche aus Thailand das „Abenteuer Deutschland“ mit dem Sprachkurs, den Theresa organisiert. Sie wei&szlig;: Um sich wohl zu f&uuml;hlen braucht es allerdings auch die passende Gastfamilie. Neben dem Kurs koordiniert sie n&auml;mlich auch noch die Familienzuteilung.<br />
Und um mit gutem Beispiel voran zu gehen, nimmt Familie Stenkamp selbst einen thail&auml;ndischen Jugendlichen bei sich auf. Viel Engagement f&uuml;r das „interkulturelle Zusammenleben und die aktive V&ouml;lkerverst&auml;ndigung“, wie es die YUF beschreibt, ist eben ganzen Familie wichtig. „ Wir finden es sehr spannend, mit Leuten aus anderen Kulturen zu leben und ihnen den Einstieg in Deutschland zu erleichtern“, sagt Theresa.<br />
Gleichzeitung ruft die Sch&uuml;lerin zur Unterst&uuml;tzung auf: F&uuml;r die thail&auml;ndischen G&auml;ste werden noch Gastfamilien gesucht, die f&uuml;r vier Wochen einen Austauschsch&uuml;ler bei sich aufnehmen. Wer sich auf die spannende Zeit einlassen m&ouml;chte, kann sich bei Theresa melden oder findet weitere Informationen im Internet.</p>
<blockquote><p><strong><a href="http://www.yfu.de">yfu.de</a></strong><br />
Gastgeschwister aufnehmen oder selbst ins Ausland gehen? Hier gibts alle Infos!</p></blockquote>
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		<title>Drei Mal gelungene Integration, bitte!</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Mar 2009 18:40:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausland]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
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		<category><![CDATA[Hautfarbe]]></category>
		<category><![CDATA[Julia Popovic]]></category>
		<category><![CDATA[Kanada]]></category>
		<category><![CDATA[Lisa Tautz]]></category>
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		<category><![CDATA[Russland]]></category>

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		<description><![CDATA[An unserer Schule gibt es mehr internationale Sch&#252;ler, als man auf den ersten Blick glaubt. Drei von ihnen haben wir interviewt, &#252;ber ihre Hautfarbe, ihre Sprachen und ob sie manchmal Fernweh haben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.meinemarie.org/wp-content/uploads/2009/03/lisatautz.jpg" rel="lightbox[1781]"><img class="alignright size-medium wp-image-1845" title="Lisa Tautz" src="http://www.meinemarie.org/wp-content/uploads/2009/03/lisatautz-214x300.jpg" alt="Lisa Tautz" width="214" height="300" /></a>Lisa Tautz, 17, aus der Jahrgangsstufe 11 ist „farbig“, wie wir es heute nennen. Das ist noch nicht immer so, und wir benutzen das Wort vielleicht auch, weil wir uns sch&auml;men, wie diese Menschen vor nicht langer Zeit behandelt wurden.</p>
<p><strong>Lisa, wo kommst du eigentlich her?</strong><br />
Geboren bin ich in Wesel. Ich wohne aber schon mein ganzes Leben mit meinen Eltern in Erle. In einem anderen Land habe ich also nie gelebt.</p>
<p><strong>Dein Vater kommt aus Deutschland, deine Mutter aus Martinique, einer Insel in der Karibik. Hast du einen Bezug zu diesem Land?</strong><br />
Ja, auf jeden Fall. Wir fahren eigentlich jedes Jahr dorthin in den Urlaub, um meine Gro&szlig;eltern zu besuchen. Das ist immer sehr sch&ouml;n: Die Einstellung der Menschen dort ist ganz anders. Ich habe bis jetzt nur offene und freundliche Menschen kennengelernt. Man wird eigentlich von jedem, den man trifft, fr&ouml;hlich gegr&uuml;&szlig;t, auch wenn mich die meisten Leute auf Martinique nat&uuml;rlich nicht kennen.</p>
<p><strong>Wie ist es, wenn dir auf der Stra&szlig;e andere Farbige begegnen?</strong><br />
Sie fallen mir auf, wie anderen Leuten auch. Es gibt in Deutschland fast ausschlie&szlig;lich Wei&szlig;e, da stechen Menschen mit einer anderen Hautfarbe nat&uuml;rlich heraus. Es ist nicht so, dass ich denke, die geh&ouml;ren zu mir.</p>
<p><strong>Der neue amerikanische Pr&auml;sident ist schwarz. Hat das f&uuml;r dich eine besondere Bedeutung?</strong><br />
Nein, f&uuml;r mich direkt nicht. Aber ich denke, f&uuml;r die Welt ist das sehr wichtig. Ich kann mir vorstellen, dass sich da einiges &auml;ndern wird &#8211; was es meiner Meinung nach auch sollte.</p>
<p><strong>Hast du mal schlechte Erfahrungen gemacht oder dich „anders“ gef&uuml;hlt wegen deiner Hautfarbe?</strong><br />
Auf keinen Fall. Ich wurde eigentlich nie bl&ouml;d angemacht und bin zufrieden damit, wie es ist!</p>
<p><strong>Zum Schluss eine Frage zu dem „Negerkuss“, den du da in der Hand h&auml;ltst: Findest du den Begriff eigentlich angebracht?</strong><br />
Ehrlich gesagt benutze ich den Begriff ja auch manchmal selber. <em>(lacht)</em> Aber davon abgesehen ist er nat&uuml;rlich nicht sehr respektvoll. Das Wort „Neger“ ist ja schon eine heftige Beleidigung.</p>
<p><em>Interview: Joscha Stracke</em></p>
<p><strong>Auf der n&auml;chsten Seite: Julia Popovic &uuml;ber Mutter- und andere Sprachen</strong></p>
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		<title>Betreff: Merry Christmas!</title>
		<link>http://www.meinemarie.org/2008/12/betreff-merry-christmas/</link>
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		<pubDate>Fri, 26 Dec 2008 09:36:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lars Paprotta</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausland]]></category>
		<category><![CDATA[Austauschkolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Austausch]]></category>
		<category><![CDATA[Kanada]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieses Jahr muss Lars wohl auf wei&#223;e Weihnachten verzichten. Anstelle von Schnee und Eis in Kanada feiert er Weihnachten wieder zu Hause - hier ist sein Weihnachtsgru&#223; an die Gastfamilie. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.meinemarie.org/wp-content/uploads/2008/12/lars.jpg" rel="lightbox[1052]"><img class="alignright size-medium wp-image-1054" title="Lars in Snowboardmontur" src="http://www.meinemarie.org/wp-content/uploads/2008/12/lars-223x300.jpg" alt="" width="223" height="300" /></a><strong>Von:</strong> Lars Paprotta<br />
<strong>An:</strong> Mike und Judy Cave</p>
<p>Dear Mike, dear Judy,<br />
Merry Christmas und Frohe Weihnachten aus Deutschland! W&auml;hrend ich hier noch von Schnee tr&auml;ume, ist eure Einfahrt wahrscheinlich wieder komplett zugeschneit. Ich wei&szlig; noch, immer als ich letztes Jahr im Dezember von der Schule nach Hause kam, wartete Mike schon mit der Schneeschippe auf mich. Es war schon ein verr&uuml;cktes Weihnachten. Vor dem Austausch h&auml;tte ich mir nie tr&auml;umen lassen, dass ich an Heilig Abend den ganzen Tag lang Snowboarden w&uuml;rde. Hier feiern wir n&auml;mlich immer schon am 24. Weihnachten mit der Bescherung und allem Drum und Dran. Bei euch f&auml;ngt es ja erst am 25. an, wenn man morgens aufwacht, seinen mit S&uuml;&szlig;igkeiten gef&uuml;llten Strumpf findet und alle Geschenke unter dem Weihnachtsbaum liegen. Tags&uuml;ber hatten wir einfach einen ruhigen Tag und abends dann das gro&szlig;e Essen. Ich muss es einfach nochmal sagen: Judy, der gef&uuml;llte Truthahn war einfach nur Spitze! Am 26. Dezember dann wieder Snowboarden&#8230; und schon war Weihnachten vorbei. Es war ein unvergessliches Fest und ich w&uuml;rde gerne dieses Jahr wieder mit euch feiern.<br />
Macht&#8217;s gut, ich w&uuml;nsch euch sch&ouml;ne Feiertage und ein frohes neues Jahr. Take care, i wish you a very Merry Christmas and a Happy New Year.</p>
<p>Lars</p>
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		<title>Betreff: Feliz Navidad!</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Dec 2008 13:00:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Josche van der Ven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausland]]></category>
		<category><![CDATA[Austauschkolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Argentinien]]></category>
		<category><![CDATA[Austausch]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>

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		<description><![CDATA[Weihnachten bei satten 40 Grad am Pool - in Argentinien ist das ganz normal. Dieses Jahr feiert Josche wieder in der K&#228;lte. Sein Weihnachtsgru&#223; an die Gastfamilie.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.meinemarie.org/wp-content/uploads/2008/12/navidad-y-ano-nuevo-1.jpeg" rel="lightbox[957]"><img src="http://www.meinemarie.org/wp-content/uploads/2008/12/navidad-y-ano-nuevo-1-260x280.jpg" alt="" title="Weihnachtsdeko in Argentinien" width="260" height="280" class="alignright size-medium wp-image-994" /></a><strong>Von:</strong> Josche van der Ven<br />
<strong>An:</strong> Familie Sanchez</p>
<p>Feliz Navidad, liebe Familie Sanchez!<br />
Frohe Weihnachten w&uuml;nsche ich euch nach CÃ³rdoba! W&auml;hrend ich mir hier fast etwas abfriere, leidet ihr wahrscheinlich unter der Hitze, oder?<br />
Ich erinnere mich noch gut an mein Weihnachtsfest letztes Jahr, weit weg von Deutschland. Schon ab Ende November war es wahnsinnig warm, die Swimmingpools wurden gef&uuml;llt und ohne ewig lange Siestas hielt man es nicht gut aus.<br />
Weihnachtsschmuck gab es trotzdem, und der war auch ganz sch&ouml;n kitschig: In Flip-Flops, kurzer Hose und T-Shirt kam man schon mal an gro&szlig;en Weihnachtsmannfiguren oder Lichterkettenrentieren vorbei. Erinnert ihr euch an das gro&szlig;e Festessen? Mein Gott, so viel haben wir gegessen, aber f&uuml;r euch war das alles vor dem eigentlichen Fest â€“ das geht offiziell immer um Mitternacht, also vom 24. auf den 25. Dezember los.<br />
Jesu Geburt habe ich so zum ersten Mal laut, mit Party-Stimmung erlebt, bei einem Feuerwerk. Danach begann die Nacht erst richtig. Um halb zwei ging es in Richtung einer der gro&szlig;en Freiluftpartys in CÃ³rdoba. Um halb Sieben wurde es hell, aber das interessierte Niemanden, es wurde weitergetanzt. Am ersten Weihnachtstag bin ich also erst um 8 Uhr 30 ins Bett gekommen â€“ schon <em>etwas</em> ungewohnt.<br />
<a href="http://www.meinemarie.org/wp-content/uploads/2008/12/navidad-y-ano-nuevo-2.jpg" rel="lightbox[957]"><img class="alignleft size-medium wp-image-959" title="Weihnachten am Pool" src="http://www.meinemarie.org/wp-content/uploads/2008/12/navidad-y-ano-nuevo-2-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Meine Eltern hatten mir ein Weihnachtspaket mit Spekulatius und Dominosteinen geschickt, die ich dann bei 40 Grad am Pool genossen habe. Richtig &uuml;berzeugen konnte ich euch davon nicht &#8211; Zimt und Nelken scheinen doch eher etwas f&uuml;r Leute zu sein, die Weihnachten in der K&auml;lte feiern&#8230;<br />
Trotzdem wird es dieses Jahr komisch sein, ohne euch hier zu sein, so viel Zeit habe ich mit euch verbracht und ihr seid zu meiner zweiten Familie geworden!<br />
Ein wundersch&ouml;nes Fest und ein frohes neues Jahr, Felices fiestas y prÃ³spero aÃ±o nuevo!!</p>
<p>Josche</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Auf und davon</title>
		<link>http://www.meinemarie.org/2008/11/auf-und-davon/</link>
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		<pubDate>Fri, 28 Nov 2008 18:39:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva Schulz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausland]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Titelgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Afrika]]></category>
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		<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[Lesley-Ann Johnston]]></category>
		<category><![CDATA[Nairobi]]></category>
		<category><![CDATA[Nick Probst]]></category>

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		<description><![CDATA[Was im Fernsehen so weit weg aussieht, ist l&#228;ngst auch an unserer Schule angekommen: Die (ehemaligen) Elfer Lesley-Ann Johnston und Nick Probst erz&#228;hlen, wie es ist, auszuwandern.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.meinemarie.org/wp-content/uploads/2008/11/nick1.jpg" rel="lightbox[775]"><img src="http://www.meinemarie.org/wp-content/uploads/2008/11/nick1-300x225.jpg" alt="" title="Nick Probst zieht bald nach Kenia" width="300" height="225" class="alignright size-medium wp-image-778" /></a>Nick Probst hat ein mulmiges Gef&uuml;hl. Ab der n&auml;chsten Woche wird im Leben des 17j&auml;hrigen nichts mehr so sein, wie es einmal war. Gemeinsam mit seinen Eltern und dem Familienhund wandert er nach Nairobi aus, das ist in Kenia und ziemlich weit weg.<br />
„Mein Vater ist Milit&auml;rattachÃ© bei der Bundeswehr“, erkl&auml;rt Nick. „Er hat das Angebot bekommen, in Kenia f&uuml;r die deutsche Botschaft zu arbeiten, vier Jahre lang.“ Es ist nicht das erste Mal, dass die Probsts so ein Abenteuer erleben. Sie wohnten bereits f&uuml;r drei Jahre in Texas in den USA, da war Nick etwa zehn.<br />
„Aber das war etwas ganz anderes“, sagt er. „Von Amerika hatte ich noch eine Vorstellung, das konnte ich einordnen. Aber bei Afrika wei&szlig; ich &uuml;berhaupt nicht, was auf mich zukommt.“<br />
Er hat vor allem Angst, dass sein Leben dort eingeschr&auml;nkter sein wird als in Deutschland. „Wir werden in einer Siedlung wohnen, in der Botschafterfamilien aus aller Welt leben. Jedes Grundst&uuml;ck ist da extra eingez&auml;unt und wird von einem eigenen W&auml;rter bewacht.“ Nicks Familie wird auch Angestellte haben, einen Koch zum Beispiel und einen G&auml;rtner. Was so komfortabel klingt, kommt ihm aber eher gespenstisch vor: „Die Angestellten werden im unteren Stock wohnen, wir im oberen. Im Treppenhaus gibt es noch mal ein extra Gitter, das wir abends abschlie&szlig;en, damit sie uns nachts nicht &uuml;berfallen.“ Nick fragt sich, ob es ihm unter solchen Umst&auml;nden &uuml;berhaupt m&ouml;glich sein wird, mal allein &uuml;ber einen Markt zu laufen.<br />
Mit solchen Problemen musste sich Lesley-Ann Johnston, 16, nicht herumschlagen, als sie im vergangen Juni mit ihrer Familie nach Australien auswanderte. Die ehemalige Sch&uuml;lerin unseres Gymnasiums musste sich auch nicht gegen Malaria und andere Krankheiten impfen lassen wie Nick. Stattdessen verpackte sie ihr ganzes Leben in Kisten, wie sie sagt, und half ihrer Mutter bei all dem b&uuml;rokratischen Kram, der so anf&auml;llt, wenn man sein Leben auf ein anderes Land umstellt.<br />
Auch bei ihr hat der Vater einen Job im Ausland angeboten bekommen. Als Allgemeinmediziner will Dr. Johnston zun&auml;chst ein Jahr lang in der Hauptstadt Canberra arbeiten. Dann entscheiden Kinder und Eltern gemeinsam, ob sie ihre Zeit auf dem f&uuml;nften Kontinent verl&auml;ngern.<br />
Nach dem, was Lesley erz&auml;hlt, wird sie wohl daf&uuml;r stimmen. „Die Leute hier sind offener und freundlicher als in Deutschland“, sagt sie. „Die Schule gef&auml;llt mir auch besser. Da geht es viel entspannter zu.“ Lesley besucht ein normales australisches College und hat dort Ganztagsunterricht. Doch das macht ihr nichts aus.<br />
<a href="http://www.meinemarie.org/wp-content/uploads/2008/11/lesley1.jpg" rel="lightbox[775]"><img src="http://www.meinemarie.org/wp-content/uploads/2008/11/lesley1-300x225.jpg" alt="" title="Lesley-Ann Johnston in Australien" width="300" height="225" class="alignleft size-medium wp-image-777" /></a>„Ein richtiger Minuspunkt ist aber das Essen. Die Australier kennen nur Fast Food“, bem&auml;ngelt Lesley. Ihr Bruder und sie haben daf&uuml;r eine „deutsche“ L&ouml;sung gefunden: Mittags in der Schule gibt es selbstgemachte Sandwiches, und abends wird dann mit der Familie „etwas Richtiges“ gegessen.<br />
Neben der gesunden K&uuml;che vermisst Lesley auch die deutsche Zuverl&auml;ssigkeit. „Mein Handy ist jetzt schon seit zwei Monaten in Reparatur.“<br />
Australien ist l&auml;ngst zu einer zweiten Heimat f&uuml;r sie geworden. Da f&auml;llt kein Wort von einem Kulturschock oder einer Eingew&ouml;hnungsphase, im Gegenteil: „Ich konnte sehr schnell Freunde finden“, sagt sie. „Als Deutsche bin ich an der Schule eine kleine Attraktion, und dann habe ich auch noch so tolle Dinge wie F&uuml;ller und Tintenkiller mitgebracht â€“ das kennen die Australier gar nicht!“<br />
Nick Probst hingegen f&uuml;rchtet sich vor der ersten Zeit in Kenia. „Die ersten Wochen sind sicher am schlimmsten“, ahnt er, „vor allem wegen der Verst&auml;ndigung.“ In Kenia spricht man Suaheli. Das wird Nick wohl kaum so schnell lernen, zumal er vor Ort eine deutsche Schule besucht. „Mein Vater hat die Sprache das letzte Jahr &uuml;ber gelernt und sagt, dass es ziemlich schwer ist.“<br />
Doch trotz all der Zweifel &uuml;berwiegt bei Nick die Vorfreude. „Kenia, das ist schlie&szlig;lich auch eine tolle Landschaft, Safari, die ganzen Tiere. Das will ich unbedingt kennenlernen“, schw&auml;rmt er. „Au&szlig;erdem ist das eine Chance f&uuml;rs Leben. Ich kann dort so viele Erfahrungen sammeln â€“ das muss ich ausnutzen.“</p>
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