Herr Brands, man sieht Sie immer sehr viel über den Schulhof laufen. Dass Sie beschäftigt sind, ist wohl offensichtlich. Womit befassen Sie sich derzeit besonders?
Momentan bin ich sehr oft mit (zukünftigen) Gästen am Bau des neuen Forums und habe auch ein Auge darauf, dass es damit voran geht. Es ist ein großes Prestigeobjekt, das pünktlich fertig werden soll. Manchmal setze ich mich morgens in die Klassen oder rede mit einigen Schülern, denn ich finde es sehr wichtig, diesen Kontakt zu halten. Eine Schule besteht eben aus Lehrern und Schülern, und ich möchte beide Perspektiven kennen.
Nun gehen Ihre Aufgaben weit über die des Unterrichtens hinaus. Stehen Sie viel früher auf?
Wenn es sich vermeiden lässt, nicht (zwinkert). Vor allem aber begleitet mich meine Arbeit des Öfteren in den Nachmittag. Teilweise beginnt mein Arbeitstag auch gar nicht in der Schule, sondern ich bin für andere Anliegen außerhalb unterwegs. Mein Tag endet wie jeder Lehrertag, also nicht mit dem Klingeln nach der 6. Stunde.
Apropos Lehrer: Gibt es eine große Differenz zwischen einem Platz im Lehrerzimmer und dem „Chefsessel“?
Durchaus. Als Rektor der Schule bin ich nunmal Vorgesetzter, woraus sich eine gewisse natürliche Distanz zum Kollegium ergibt. Diesen Wandel habe ich mit einiger Ungewissheit erwartet, und es gab auf beiden Seiten Vorbehalte. Letztendlich jedoch ist die Situation von allen akzeptiert worden, und ich fühle mich vom Kollegium stark getragen und unterstützt. Selbstverständlich muss ich die Lehrer manchmal quälen und unangenehme Sachen sagen, aber wenn dann das ganze Kollegium mault, weiß ich, dass ich als Chef alles richtig mache (lacht).
Was war das schönste Erlebnis in ihrem bisher jungen Rektorendasein?
Ganz klar: die positive Resonanz auf die neue Stundentaktung! Ich habe darüber mit jedem Lehrer ein Mitarbeitergespräch geführt und so den Eindruck gewonnen, dass sich der Großteil des Kollegiums gut damit zurechtfindet. Auch einige kritische Schülerstimmen konnte ich wohl überzeugen.
Kommen wir zu ihrem Schülerdasein an dieser Schule. Was waren Kennzeichen ihrer Zeit damals? Was hat Sie genervt, was hat Sie gefreut?
Genervt und geärgert haben mich vor allem lange Schultage, oder wenn wir ewig auf Klausuren warten musste, die ich ohnehin schon nicht gerne geschrieben habe. Aber wer macht das schon? Insgesamt hatte ich eine wirklich schöne Zeit hier, aus der Freundschaften fürs Leben hervorgegangen sind! Zu vielen meiner ehemaligen Klassenkameraden habe ich auch heute noch Kontakt, es macht viel Spaß sich bei gemeinsamen Treffen zu erinnern. Uns hat damals auch die Zeit außerhalb der Schule mehr verbunden: Es gab ja so gerade eine funktionierende Busverbindung! So sind wir oft ins Dorf gelaufen, haben vor oder nach der Schule noch Sachen unternommen und haben uns so die Wartezeit vertrieben.
Ihnen wird nachgesagt, Sie seien schon damals ein begeisterter Spaßvogel gewesen. Was war hier ihre lustigste Aktion?
Ich habe mich mal eine Stunde lang hinter einem Vorhang versteckt und ständig Geräusche gemacht. Der Lehrer ist bis zum Schluss nicht darauf gekommen, wo die herkamen (wird rot vor lachen).
Ist der Lehrer hier noch an der Schule?
Ja.
Wer war es denn?
Das sag ich lieber nicht (grinst).





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Wer ist es wer ist es???
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