Wie gefällt’s dir hier?

Insgesamt sehr gut. Ich war ja die erste Zeit kaum hier und deswegen bin ich grade dabei, mich einzuleben und die Leute kennen zu lernen. Es ist echt schön für mich als Westfale, mal wieder in Westfalen zu sein, nachdem ich so lange woanders war, wie zuletzt in Hünfeld. Man merkt dann immer wieder, wie sich die Mentalitäten in Deutschland von Region zu Region unterscheiden.

Was gefällt dir gar nicht?

Ich bin wirklich zufrieden. Die Arbeit mit den OMI-Kids und mit all dem was Schule angeht macht mir Freude, und nebenbei bin ich hier auch Ökonom, das heißt ich bin für die Finanzen und für die Verwaltung des Klosters verantwortlich, aber das ist wirklich nichts, was mich aufregen könnte.

Gibt es denn Dinge, die du gerne ändern würdest, oder hast du irgendwelche Pläne?

Ja, allerdings. Im Moment bin ich dabei, mit der Schulleitung die Kantine neu zu strukturieren. Ich möchte, dass ihr Schüler hier gerne esst und gesundes, leckeres Essen für einen guten Preis bekommt. Das Ziel ist, dass es jeden Tag verschiedene Menüs gibt, die man sich auch selber zusammenstellen kann. Außerdem planen wir eine Salatbar.

Gibt’s noch mehr?

Wir wollen die Kennlerntage für die Fünfer gerne noch etwas ausbauen, und zwar könnten Siebener oder Achter Patenschaften für die „Neuen“ übernehmen, damit die einen Ansprechpatner haben, wenn sie was fragen wollen.
TRO wird demnächst wahrscheinlich vorgezogen, an den Anfang der Acht, wenn die Klassen gerade neu aufgeteilt wurden, damit von vorneherein eine gute Klassengemeinschaft entstehen kann. Die richtigen “Tage religiöser Orientierung” gibt’s dann am Anfang der Oberstufe, und dann wird auch wirklich die Religion im Mittelpunkt stehen und nicht – wie es sonst war – die Klassengemeinschaft.
Abgesehen davon möchten wir eine philosophisch / theologische Diskussionsrunde für die Oberstufe anbieten und einen Glaubenskurs in dem man sich ruhig auch mal kritisch mit dem Christentum auseinandersetzen kann.
Und Pater Jens und ich möchten eine Sprechstunde anbieten. Ab dem neuen Schuljahr wird immer einer von uns beiden Montags in der großen Pause in der Schulkapelle sein. Wenn’s mal brennt, aber auch sonst ist jede Woche einer von uns zu erreichen.

Wie siehts aus mit der Religiösen Schulwoche? Wird es wieder eine geben?

Wir wollen alle fünf Jahre eine anbieten, damit jeder Schüler einmal die Möglichkeit hat, an einer teilzunehmen, aber nicht unbedingt zwei miterleben muss. Die nächste Religöse Schulwoche wird wohl in zwei, drei Jahren stattfinden. Wir werden sehen.

Vermisst du Hünfeld?

Teilweise. Ich vermisse die Begleitung von Einzelpersonen oder Familienbegleitung. In Hünfeld hatte ich jede Woche einige Gespräche, klar das fehlt mir. Aber ich denke, wenn sich hier erstmal alle an mich gewöhnt haben wird sich das auch einpendeln.