manche die da was labern haben null ahnung ;D ehm ne ;D
Jan L.20. Mai 2011
2
Felix Heisterkamp :) yeah ;D
Anna Maria L.22. Mai 2011
3
ich bin geteilter Meinung.Bin Laden kann jetzt selber keine verbrechen mehr machen. Allerdings nehmen bestimmt jetzt andere böse leute seinen Platz ein. Ich finde es doof das die Leute in Amerika deswegen so groß gefeiert haben. Immerhin ist ein Mensch gestorben,
Tobias Tegelkamp22. Mai 2011
4
Es ist im Grunde nicht vertretbar, einen Menschen zu ermorden. Die Todesstrafe in Amerika ist ebenso nicht direkt vertretbar wie die gezielte Tötung sogar eines Terroristen. Schließlich ist auch ein Osama bin Laden ein Mensch und hat damit unveräußerliche Rechte und einen Wert.
ALLERDINGS: In diesem speziellen Fall gehen doch meiner Meinung nach die (Anti-)Sympathien so weit, dass man der Ermordung dieses Unmenschen mindestens neutral, wenn nicht sogar positiv gegenübersteht.
Fraglich jedoch ist, ob dies nun tatsächlich die Lage verbessert. Sicher wäre es sinnvoller (aber auch riskanter…?) gewesen, bin Laden gefangen zu nehmen und ordentlich “auszuquetschen”. In meinen Augen wird hier die al Quaida Organisation neue Nachfolger finden, ähnlich dem Hydra Prinzip: Schlägt man einfach einen Kopf ab, wachsen zwei Neue nach. Und ebenso hat man nun Zorn und Wut der bin Laden Anhänger provoziert, was sich auch sofort in einer neuen Welle von Anschlägen und Terrorakten bemerkbar machte…
Der Tod bin Ladens gibt also nicht zwingend Anlass zu einer Party vor dem Weißen Haus, auch wenn dieser Akt schon verständlich ist, wenn man Lebensgefühl und auch die Tiefe Verletztheit der Amerikaner nach dem 11. September berücksichtigt.
Michael23. Mai 2011
5
Hallo zusammen,
der Philosoph Richard David Precht hat vor ein paar Tagen eine interessante Bemerkung zum Tode/Ermordung von Bin Laden gemacht. Er meinte, dass das gezielte Töten von einzelnen Menschengruppen bzw. von Personen eigentlich genau dem gleichkommt, was terroristische Gruppierungen ausüben. Insofern haben sich die USA auf Niveau von Terroristengruppen begeben.
Wenn man bin Laden einen fairen Prozess gemacht hätte, wäre das westliches Welt- und Rechtsverständnis mehr legitimiert worden.
Meine Frage wäre:
Wozu Gesetze, wenn man sich in Extremsituation doch nicht daran hält und dann illegal handelt?
“Twenty Four” lässt grüßen.
Tobias24. Mai 2011
6
Interessant. In seinem Buch führt eben jener R.D. Precht aber für ähnliche Gedankenspiele das Argument des Utilitarismus auf, d.h., dass das größtmögliche Glück für eine größtmögliche Anzahl von Menschen den Maßstab für die Vertretbarkeit einer Aktion setzt.
In diesem Zuge bringt er das Beispiel “Würdest du einen Mann von hinten vor eine rasende Lore stoßen, wenn dadurch fünf Bergarbeiter gerettet würden?” Dies ist eine früher durchgeführte Studie und viele Menschen aus unterschiedlichen Teilen der Welt stimmten größtenteils für die Tötung des einen Menschen, um fünf andere zu retten.
Ergo: Unter diesem Argument ist es theoretisch schon vertretbar, den einen Osama bin Laden zu ermorden, um dadurch den möglichen Tod vieler Menschen zu verhindern.
Aber dieses Argument ist womöglich (wie oben bereits erwähnt) nicht weit genug gedacht.
Michael2. Juni 2011
7
Hallo Tobias,
Ein schönes Gedankenspiel. Allerdings gibt Richard David Precht himself zu bedenken, dass es nicht immer so einfach wie in dem Bergarbeiter-Gedankenexperiment ist, die Folgen einer Tat abzuwägen.
Ich bezweifle stark, dass ein Tod bin Ladens besser ist als eine ordentliche Gerichtsbarkeit. Racheakte wird es sowieso geben und hat es schon gegeben. Ob tot oder lebendig.
Ich sehe kein Abflauen des Terrors (im Gegenteil). Unabhängig von bin Laden. Oder frei übersetzt: ich sehe keine Bergarbeiter, die jetzt gerettet sind.
Der Weg zum Profifußballer ist kein leichter, nur die wenigsten jungen Spieler schaffen den Durchbruch. Doch was macht es so schwer, zum Profi zu werden? Und was hat es in diesem Zusammenhang mit dem Projekt „Borkener Schule“ auf sich? Weiterlesen »
8 Kommentare zu diesem Artikel
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manche die da was labern haben null ahnung ;D ehm ne ;D
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Felix Heisterkamp :) yeah ;D
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ich bin geteilter Meinung.Bin Laden kann jetzt selber keine verbrechen mehr machen. Allerdings nehmen bestimmt jetzt andere böse leute seinen Platz ein. Ich finde es doof das die Leute in Amerika deswegen so groß gefeiert haben. Immerhin ist ein Mensch gestorben,
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Es ist im Grunde nicht vertretbar, einen Menschen zu ermorden. Die Todesstrafe in Amerika ist ebenso nicht direkt vertretbar wie die gezielte Tötung sogar eines Terroristen. Schließlich ist auch ein Osama bin Laden ein Mensch und hat damit unveräußerliche Rechte und einen Wert.
ALLERDINGS: In diesem speziellen Fall gehen doch meiner Meinung nach die (Anti-)Sympathien so weit, dass man der Ermordung dieses Unmenschen mindestens neutral, wenn nicht sogar positiv gegenübersteht.
Fraglich jedoch ist, ob dies nun tatsächlich die Lage verbessert. Sicher wäre es sinnvoller (aber auch riskanter…?) gewesen, bin Laden gefangen zu nehmen und ordentlich “auszuquetschen”. In meinen Augen wird hier die al Quaida Organisation neue Nachfolger finden, ähnlich dem Hydra Prinzip: Schlägt man einfach einen Kopf ab, wachsen zwei Neue nach. Und ebenso hat man nun Zorn und Wut der bin Laden Anhänger provoziert, was sich auch sofort in einer neuen Welle von Anschlägen und Terrorakten bemerkbar machte…
Der Tod bin Ladens gibt also nicht zwingend Anlass zu einer Party vor dem Weißen Haus, auch wenn dieser Akt schon verständlich ist, wenn man Lebensgefühl und auch die Tiefe Verletztheit der Amerikaner nach dem 11. September berücksichtigt.
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Hallo zusammen,
der Philosoph Richard David Precht hat vor ein paar Tagen eine interessante Bemerkung zum Tode/Ermordung von Bin Laden gemacht. Er meinte, dass das gezielte Töten von einzelnen Menschengruppen bzw. von Personen eigentlich genau dem gleichkommt, was terroristische Gruppierungen ausüben. Insofern haben sich die USA auf Niveau von Terroristengruppen begeben.
Wenn man bin Laden einen fairen Prozess gemacht hätte, wäre das westliches Welt- und Rechtsverständnis mehr legitimiert worden.
Meine Frage wäre:
Wozu Gesetze, wenn man sich in Extremsituation doch nicht daran hält und dann illegal handelt?
“Twenty Four” lässt grüßen.
6
Interessant. In seinem Buch führt eben jener R.D. Precht aber für ähnliche Gedankenspiele das Argument des Utilitarismus auf, d.h., dass das größtmögliche Glück für eine größtmögliche Anzahl von Menschen den Maßstab für die Vertretbarkeit einer Aktion setzt.
In diesem Zuge bringt er das Beispiel “Würdest du einen Mann von hinten vor eine rasende Lore stoßen, wenn dadurch fünf Bergarbeiter gerettet würden?” Dies ist eine früher durchgeführte Studie und viele Menschen aus unterschiedlichen Teilen der Welt stimmten größtenteils für die Tötung des einen Menschen, um fünf andere zu retten.
Ergo: Unter diesem Argument ist es theoretisch schon vertretbar, den einen Osama bin Laden zu ermorden, um dadurch den möglichen Tod vieler Menschen zu verhindern.
Aber dieses Argument ist womöglich (wie oben bereits erwähnt) nicht weit genug gedacht.
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Hallo Tobias,
Ein schönes Gedankenspiel. Allerdings gibt Richard David Precht himself zu bedenken, dass es nicht immer so einfach wie in dem Bergarbeiter-Gedankenexperiment ist, die Folgen einer Tat abzuwägen.
Ich bezweifle stark, dass ein Tod bin Ladens besser ist als eine ordentliche Gerichtsbarkeit. Racheakte wird es sowieso geben und hat es schon gegeben. Ob tot oder lebendig.
Ich sehe kein Abflauen des Terrors (im Gegenteil). Unabhängig von bin Laden. Oder frei übersetzt: ich sehe keine Bergarbeiter, die jetzt gerettet sind.
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