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Atomenergie scheint zunächst ein schwieriges Thema zu sein. Auf der einen Seite stehen die Gegner. Wenn diese mit der Schädlichkeit und Studien über dieselbe argumentieren klingt das verständlich und leuchtet den Meisten sofort ein.

Kinder die innerhalb eines 5 Kilometerradius um ein Atomkraftwerk aufwachsen haben laut der „Epidemiologischen Studie zu Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken“  des Deutschen Kinderkrebsregisters ein 60-75% erhöhtes Risiko an Leukämie zu erkranken. Die 2007 veröffentlichte Studie scheint auf den ersten Blick für sich zu sprechen, jedoch kann sie keinen direkten Zusammenhang zwischen dem erhöhten Risiko und der erhöhten Strahlung nachweisen. Auch wenn eine Beeinflussung dieser logisch erscheint, ist die Art und Weise wie sie es tut noch nicht geklärt.

Eine vergleichbare Studie spricht über die Zunahme des Krebsrisikos in der Umgebung von Fernseh- und Radiosendern, die 1992 veröffentlicht wurde. Diese stellte fest, dass das Leukämierisiko im Umkreis von 2 Kilometern um 83% erhöht war. Trotzdem wird erstaunlich wenig über eine Abschaffung von eben diesen diskutiert. Das mag daran liegen, dass die meisten Menschen über Atomkraftwerke weit weniger gut informiert sind.

Auf der andere Seite stehen die Befürworter, die beispielsweise damit argumentieren, dass die Energiegewinnung durch Atomenergie wesentlich weniger schädlich für unsere Umwelt sei, als beispielsweise die Energiegewinnung durch Verbrennung fossiler Brennstoffe. Es gelangt weniger CO2 in die Luft und die in der Steinkohle enthaltene Radioaktivität wird nicht freigesetzt. Doch wieso Schädliches mit Schädlichem vergleichen, fragen sich Gegner. Schließlich sind auch Atomkraftwerke nicht gesund für den Menschen und die Umwelt. Atomkraftwerke müssen jedoch stets nach den neuesten wissenschaftlichen Standards gesichert werden um eine Katastrophe wie 1986 in Tschernobyl, bei der große Mengen radioaktives Material an die Luft abgegeben wurden, zu verhindern.