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Wie war Ihr erster Tag als Schulleiter? Waren Sie aufgeregt?
Am 2.8. war meine erster Arbeitstag und als ich dann zum ersten Mal in mein neues Büro kam, waren die Wände frisch gestrichen und der neue Teppichboden war auch schon fertig. Meine ersten Besucher waren ehemalige Schüler, die mit mir zusammen Abitur gemacht haben, und ein paar Kollegen. Sie haben mich mit einem gemeinsamen Frühstück überrascht. Ein Freund hat mir dann ein wirklich schönes Geschenk gemacht: Einen Krimm-Sekt aus Prag, den wir bei unserer gemeinsamen Stufenfahrt 1982 gekauft haben und den er noch immer im Keller gelagert hatte.
Aufgeregt war ich auf jeden Fall und die Nacht vor meinem ersten Arbeitstag konnte ich auch nicht so beruhigt schlafen wie sonst. Auch am Montag bei der Einführung der Sextaner oder bei der Lehrerkonferenz am Dienstag war ich ein bisschen aufgeregt. Ich habe zwar schon mal Konferenzen geführt, aber da hatte ich nicht die gesamte Verantwortung.

Sie waren selber auch schon Schüler an dieser Schule. Haben Sie damals schon davon geträumt, eines Tages Schulleiter am Gymnasium Mariengarden zu sein?
Nein, überhaupt nicht. Damals wollte ich Pilot werden, aber das wurde dann nichts.

Was hat Sie an der Aufgabe des Schulleiters gereizt?
Ich wollte immer schon gerne unserer Schule mitgestalten. Da ich hier auch Schüler war, fühle ich mich mit dem Ort und der Schule sehr verbunden. Ich bin eigentlich ziemlich gerne zur Schule gegangen und bin dankbar dafür, dass ich hier Schüler sein durfte. Denn ich habe an dieser Schule auch Freundschaften für’s Leben gefunden. Ich würde mich freuen, wenn andere das später genau so sehen und das möchte ich auch weitergeben.

Jedes Jahr haben wir uns gefreut, wenn Pater Fleischmann Namenstag hatte. Wird ihr Namenstag auch gefeiert?
In diesem Jahr wird mein Namenstag nicht gefeiert und in der gleichen Form wie bei Pater Fleischmann wird es diesen Tag nicht geben. Denn bei Pater Fleischmann hatte das eine ganz andere Bedeutung, den Namenstag zu feiern. Aber ich möchte euch Schülern diesen Tag nicht wegnehmen. Wenn Lena Meyer-Landrut  bei uns auf der Schule gewesen wäre, könnte sie zum Beispiel an so einem Tag auftreten. Ich weiß noch nicht genau, wie ich mir so einen Tag vorstellen soll. Also wenn ihr Ideen habt, dann meldet euch! Ich finde die Idee  von so einem Tag nämlich eigentlich sehr schön: Gemeinsam Gottesdienst zu feiern, dann etwas mit der ganzen Schulgemeinschaft zu machen und mittags dann mit dem ganzen Lehrern zu essen.

Ihre drei Kinder gehen auch auf unsere Schule. Was haben sie dazu gesagt, dass ihr Papa jetzt Schulleiter ist?
Wenn meine Kinder einen Nachteil daraus ziehen würden, dass ihr Vater jetzt Schulleiter ist, wäre das immer ein Grund gewesen, dass sie die Schule wechseln. Aber diese Schule ist eine wirklich gute Schule und genau deswegen sind sie hier! Meine Kinder waren auch genauso im Ungewissen darüber ob ich Schulleiter werde oder nicht. Sie haben schon ein paar Mal gefragt, ob das stimmen würde. Aber als sie es dann wussten, haben sie es positiv aufgefasst. Die Kollegen können meinen Kindern auch ruhig die Ohren langziehen, wenn es nötig ist. Nur weil ihr Papa Schulleiter ist, haben sie keine Sonderstellung.

Auf der zweiten Seite könnt ihr lesen, was sich an unserer Schule alles ändern kann!