“3D-Filme erwecken den Eindruck, als würde sich die Handlung auf der Leinwand direkt im Raum abspielen. Du bekommst das Gefühl, dass Tiere und Menschen aus dem Film direkt auf dich zugehen.” So sieht es das Was-ist-Was-Lexikon. Und so sollte es auch idealerweise ablaufen. Seit Ende 2009 ist die Aufregung um die neue Technik im Kino auch zu uns übergeschwappt. Vor allem mit Ice Age 3 und Avatar – Aufbruch nach Pandora wollten die Macher das Eis brechen und die Herzen der Zuschauer mit atemberaubenden Bildern erwärmen. Ob ihnen das geglückt ist, beantworten unsere Redakteure aus ihrer Sicht:
PRO: Entertainment auf höchstem Niveau! von Lars Paprotta
Mein erster 3D-Film war Avatar – Aufbruch nach Pandora. Es war unglaublich: Die 3D-Effekte, kombiniert mit der zauberhaften Kulisse des Fantasy-Planeten Pandora, waren atemberaubend. Frei im Raum schwebende Felsen, auf einen zufliegende Helikopter und donnerhallende Explosionen machte diesen Film zu einem Kinoerlebnis der ganz besonderen Art. Auch über den Preis (8,50 Euro inkl. 3D-Zuschlag) konnte ich mich nicht beklagen. Und das Beste: Es waren nicht die reinen Effekte, die den Film so besonders werden ließen, sondern die Kombination mit der Kulisse und der actiongeladenen Story. Der über zweieinhalbstündige Film kam mir daher vor wie ein Film von 10 Minuten. Die Zeit vergeht ja bekanntlich schneller, wenn man sich amüsiert. Die Effekte wurden auch nicht langweilig: Immer neu auftauchende, den Raum ausfüllende Fabelwesen wie die Turuk-Vögel oder die immer weiter fortschreitende Invasion der Menschen auf Pandora fesselten einen geradezu an den Sitz. Mein Traum: 3D-Remakes von Fantasy- oder Science-Fiction-Klassikern wie Der Herr der Ringe oder Star Wars. Ich bin mir sicher: Das 3D-Kino hat Zukunft!
CONTRA: Langweilig und unbequem! von Joscha Stracke
Ein bisschen gespannt war ich schon, als ich die Brille aufsetzte. Doch ergab sich dabei bereits das erste Problem: Als Brillenträger war es erst mal ein bisschen unangenehm, die zwei Brillen übereinander zu tragen, obwohl mir die Dame an der Kasse versichert hatte, das wäre logischerweise mit eingeplant worden und man gewöhne sich sofort daran – Hätte ruhig noch zwei Zentimeter größer sein dürfen. Aber nun zum Effekt. Leider war die Werbung schon mal nicht dreidimensional, was sich die Industrie merkwürdigerweise entgehen lässt. Ein mich erschlagendes Eis hätte ich spannend gefunden. Die Effekte fingen dann im Hauptfilm an, auch gut: Das war Ice Age 3, da hatte ich also doch noch mein Eis. Und dass etwas anders war merkte man auch sofort. Aber eben nur anders, denn irgendwie war es eher komisch. Als Zuschauer interessiert mich nun mal die ganze Kinoleinwand, aber an den Rändern des Blickfeldes verschwammen die Linien. Doch genau wie an die zwei Brillen übereinander gewöhnte ich mich tatsächlich auch daran recht schnell. Gleichzeitig gewöhnte ich mich aber leider auch an den Gesamt-Effekt. Es war halt 3D, ja, aber richtig eindringlich war die Technik nach zehn Minuten Film leider nicht mehr.






3 Kommentare zu diesem Artikel
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Scheint also wohl auch auf den Film anzukommen, den man sich anschaut :P
Ehrlich gesagt, Ice Age in 3D stell ich mir auch nicht besonders spannend vor. Aber Avatar war in 3D echt geil ;)
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Ich habe Avatar in beiden Varianten gesehen. 2D hat mir besser gefallen.
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ich finds mega anstrengend für die augen – hatte danach kopfschmerzen – und wie joscha schon gesagt hat fällt es nach ner zeit nicht mehr auf dass der film in 3D ist. ich denke mal die technik muss auf jeden fall noch verbessert werden, aber sowas geht ja ziemlich schnell. vielleicht ist 3D in nem jahr ja besser :)
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