Clemens Smirek, Biologie- , Erdkunde- und Politiklehrer
Lassen Sie sich gegen die Schweinegrippe impfen? Warum?
„Also ich für mich persönlich habe entschlossen, mich nicht impfen zu lassen, weil ich mich grundsätzlich gegen die Grippe nicht impfen lasse. Und vor dem Hintergrund der Medienkampagne und der nicht ausgereiften wissenschaftlichen Analyse dieser Impfstoffe, würde ich zunächst davon abraten und eine gewisse Distanz zu der ganzen Aktion einnehmen. Weil auch in vielen Gesprächen, unter anderem mit einem Apotheker, folgende Gründe dagegen sprechen: Es ist ein nicht ausgereifter Impfstoff, mit den sogenannten Adjuvantien versehen, mit Quecksilber belastet, das ist ein Inhaltsstoff, der zum Beispiel in den USA verboten ist. Dann mutiert dieses Grippevirus und die Impfung ist möglicherweise gar nicht ausreichend um ein mutiertes Virus später noch bekämpfen zu können. Dann fehlt eine vernünftige wissenschaftliche Aufklärung, es ist keine klare Linie zu erkenne. Es fehlt Impfstoff insgesamt und die Risikogruppen, die eigentlich dadurch geimpft werden sollen, sind meines Erachtens nach auch willkürlich, Lehrer spielen zum Beispiel überhaupt keine Rolle in der öffentlichen Diskussion, sodass ich also sagen würde, auch vor dem Hintergrund der möglichen Gefahren sollte man abwarten. Ich habe das Gefühl, dass diese ganze Kampagne hoch gekocht wird von den Medien und der wahre, epidemische Hintergrund nicht richtig aufgearbeitet ist.”
Dagmar Borchers, Apothekerin
Halten Sie eine Impfung gegen die Schweinegrippe für sinnvoll? Mit welcher Begründung?
„Wir sind der Meinung, dass eine Impfung gegen die saisonale Grippe durchaus sinnvoll ist. Die neue Grippe unterscheidet sich in einigen Punkten von der saisonalen Grippe:
Zum einen ist sie tatsächlich nicht nur auf Deutschland oder Europa beschränkt, sondern ist weltweit zu finden. Das Virus ist ansteckender als das saisonale Virus, es wird also mehr Erkrankte geben.
Weiter ist auffällig, dass besonders Kinder und junge Erwachsene betroffen sind. Die bisherigen Todesfälle bei Personen über 60 Jahren liegen bisher bei 2! Diese Altersgruppe stellt bei der saisonalen Grippe die Hauptsterbefallgruppe.
Es ist überhaupt nicht absehbar, ob der Verlauf so „harmlos” bleibt oder sich verschlimmert, wenn ein Zusammentreffen mit der saisonalen Grippe stattfindet.
Das verpönte Adjuvans wird bereits seit 2000 in fast identischer Form im saisonalen Grippeimpfstoff Fluad verwendet.
Die Verantwortung, sich impfen zu lassen, sollte bei allen gesehen werden, die mit gefährdeten Personen in Kontakt stehen, z.B. Pflegepersonal, Personal in medizinischen Einrichtungen etc. Um eine Verbreitung so weit wie möglich einzuschränken, ist es unerlässlich, dass möglichst viele Personen geimpft werden.
Wir sind der Meinung, dass eine sachliche Berichterstattung dringend geboten ist. Hätte es zu Zeiten der Pockenimpfung eine derartige Presse gegeben, hätten wir heute noch die Pocken.
Letzten Endes muss diese Entscheidung natürlich jeder für sich treffen.”
Umfrage: Isabell Wüst
Ulrike Hölting, Biologie-, Geschichts- und Politiklehrerin
Würden Sie die Impfung gegen die Schweinegrippe empfehlen oder eher ablehnen ?
Empfehlen ist immer so eine Sache, ablehnen auch. Ich sag einfach mal, wie ich für mich selber entschieden habe. Ich habe mich impfen lassen, weil ich mit sehr sehr vielen Menschen jede Woche in Kontakt komme, also schlicht und ergreifend meine liebe Schülerschaft, und das sind so ca. 200 verschiedene Menschen. Und weil ich jedes Jahr eine tierische Grippe habe, deswegen hab ich mich impfen lassen.
Und was sagen Sie zu den Nebenwirkungen oder Folgeschäden, von denen immer die Rede ist ?Von diesen Adjuvantien die im Impfstoff enthalten sind.
Vom Prinzip her sind Adjuvantien Stoffe, die die Immunreaktion verstärken sollen. Es gibt Impfstoffe, die mit Spaltbruchstücken arbeiten. Die Viren sind also abgetötet und dann kleingehackt. Und darauf reagiert unser Immunsystem nicht heftig genug um möglichst viele Antikörper zu bilden. Und deswegen hat man so ein paar Verstärker, eine Art Doping für das Immunsystem, diese Adjuvanzien hineingetan. Die führen dann dazu, dass unter Umständen die Reaktion auf diese Impfung heftiger ausfällt, als ohne.
Jede Impfung ist mit einem Impfrisiko behaftet. Dass diese Impfung ein höheres Impfrisiko hat als andere Impfungen, ist mir nicht bekannt. Dass sie vielleicht eine höhere prozentuale Zahl der zu beobachtenden Nebenwirkungen, wie Gliederschmerzen, hat, kann ich nicht abstreiten oder kann ich nicht beurteilen. Also ich hab mich impfen lassen, ich hab gar nichts gemerkt.
In den meisten Fällen verläuft die Erkrankung sehr sehr harmlos, in manchen Fällen aber auch nicht. Die Impfung verläuft in den meisten Fällen sehr sehr harmlos, in manchen aber auch nicht. Das ganze ist in den Medien ziemlich aufgebauscht worden, sowohl in die eine Richtung als auch in die andere. Ich denke mir, dass mit der Impfung muss jeder für sich entscheiden.”
Dr. Ralph Sprenger, Facharzt für Innere Medizin
Würden Sie die Schweinegrippe-Impfung gesunden und nicht bereits vorerkrankten Menschen empfehlen?
„Nach dem jetzigen Stand würde ich die Impfung zur Schweinegrippe nicht empfehlen. Mit folgender Begründung: da kommt eigenen Erfahrung mit rein, ich hab mich impfen lassen gegen die Schweinegrippe und war anschließend 4 Tage krank. Ich hab mich richtig elendig gefühlt, einen Tag Fieber mit bis 39°, Übelkeit über 4 Tage, Durchfall über 1 ½ Tage und ein großes Krankheitsgefühl. Auf der andern Seite, zeitgleich, mein Schwager aus Nottuln hat sich nicht impfen lassen, hat die Schweinegrippe bekommen, und zwar sicher, weil er auch den Test hat machen lassen und hat sich nur einen Tag schlecht gefühlt, mit Temperaturen, die nierdriger waren als meine. Und da muss ich sagen, es kann nicht sein, dass man sich impfen lässt, und sich dann kränker fühlt, als jemand der die Grippe selbst bekommen hat. Diese Relation stimmt nicht.
Und was ist mit den Folgeschäden, von denen in der Presse immer die Rede ist?
Mir ist nur bekannt, dass man durch die Impfung selbst aktuelle Beschwerden bekommt. Die häufigsten Beschwerden sind sicherlich Schmerzen in der Schulter, bis hin zu Kopfschmerzen und Fieber (38°-39°, selten höher), Übelkeit und Erbrechen. Andere Nebenwirkungen sind sicherlich selten,aber die gibt’s auch. Richtig gefährliche Nebenwirkungen sind anaflaktische Reaktionen, Schockreaktionen auf die Impfung. Die sind selten, können aber auftreten, die können bei jeder Impfung und auch bei jeder Tablette, die man einnimmt, auftreten. Diese Gefahr lässt sich nie vollkommen vermeiden. Und die Gefahr, dass man Folgeschäden von der Impfung bekommt ist sicherlich auch gegeben, aber da bewegen wir uns irgend wo bei 1:100.000 oder 1:1.000.000.






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