East side gallery
„Mein Gott hilf mir, diese tödliche Liebe zu überleben“ Die “East side gallery” ist der längste noch erhaltene Mauerabschnitt in Berlin. Hier entstand 1990, im Jahre der Wiedervereinigung, entlang der Spree eine Bildergallerie von ca. 100 Gemälden. Künstler aus mehr als 20 Ländern kommentierten hier bildtechnisch die politische Situation zu der Zeit und eröffneten den Teil der Mauer am 28. September 1990 für die breite Masse. Schon im darauf folgenden Jahr wurde dieser Mauerabschnitt unter Denkmalschutz gestellt!
Besonders bekannt ist zum Beispiel das Motiv der sich Küssenden Staatspräsidenten Breschnew und Honecker. Es wurde vom russischen Künstler Dmitri Wladimirowitsch Wrubel zum ersten Mal im Frühjahr 1990 und ein weiteres Mal – zum Zweck der Restaurierung, 2009 – gemalt und stellt die politische Geste des “Sozialistischen Bruderkusses” dar. Auch ein Blick hinter die Mauer auf die Spree lohnt sich: vor allem im Abendlicht ist hier herrlich die Oberbaumbrücke zu sehen!

U-Bahn: Am besten fahrt ihr bis Warschauer Straße oder zum Ostbahnhof – von da sind es nur einige Meter bis zum historischen Ort!

Die Gedächtniskirche
Die GedächtniskircheDie evangelische Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Berlins und Symbol für die Nachkriegsarchitektur. Am 23. November 1943 geriet die Kirche bei Bombenangriffen durch die Alliierten in Brand und große Teile des Gebäudes stürzten in sich zusammen. Nach großen Streitigkeiten um die Wiederaufbaupläne wurde 1956 mit der Restaurierung begonnen. Heute lohnt sich auf jeden Fall ein Blick in das Innere des neuen Teils. Die Wände bestehen aus kleinen, farbigen Glasteilen und werfen ein bläuliches Licht in die Kirche!

U-Bahn: Entweder am Kurfürstendamm oder am Bahnhof Zoo raus – hier seit ihr auch direkt neben dem Zoologischen Garten!

Hackesche Höfe und “Neues Museum Berlin”
NofreteteDie Hackeschen Höfe bilden einen geschlossenen Gebäudekomplex in dem viele Designer, PR-Agenturen, Architekten und Künstler ihre Büros haben. Es gibt eine Vielzahl kleiner Läden, ein Programmkino und nette Restaurants – Kult!
Das Neue Museum findet ihr auf der Museumsinsel, einige hundert Meter zu Fuß von den Höfen. Erst letzten Monat öffnete es – nach langer Renovierungsphase – wieder die Türen für Besucher. Besonders interessant ist das Ägyptische Museum Berlin, welches hier untergebracht ist. Eine große Papyrussammlung, Sarkophage und das Abbild des Kopfes der Pharaonenfrau Nofretete sind die Prachtstücke der Ausstellung!

U-Bahn: Die nächste Station ist Friedrichsstraße, aber mit der S-Bahn kommt ihr direkt in die Hackeschen Höfe – Bahnhof “Hackescher Markt.

Fotos: Eigene