Bei Kurztrips in Metropolen bekommt man oft nur die wichtigsten Attraktionen zu Gesicht. London assoziiert jeder mit der Tower Bridge, der Big Ben-Uhr und vielleicht noch mit roten Bussen. Hier sind drei Orte, die man vielleicht nicht sofort entdeckt, deren Besuch sich aber sicher lohnt:
Banglatown und Brick Lane
Im East End von London findet man im Viertel Tomer Hamlets eine besonders interessante Ecke der Stadt: in “Banglatown” kommen 33% der Bewohner ursprünglich aus Bangaldesch.
Auf der Brick Lane, einer der wichtigsten Straßen dieses urtümlichen Viertels reiht sich ein kleines Restaurant an das andere und alle preisen ihre ausgezeichneten Curry-Gerichte an. Jährlich findet hier ein Wettbewerb zur Wahl des besten Restaurants statt.
Jeden Sonntag wird Banglatown international und kunterbunt – bunter als es sonst schon ist. Überall entlang der Brick Lane packen dann junge Menschen ihre Koffer aus, mit ihren halben Kleiderschränken drin. Für wenige Pounds findet man hier schnell ein paar gebrauchte Designerschuhe, Ledertaschen oder individuelle Tshirts mit bunten Zeichnungen. Dort fällt niemand auf, egal wie verrückt gekleidet oder gestylt. Es gibt immer noch schrillere Menschen. Hier mischen sich Studenten mit Touristen und verschleierte Frauen mit gepiercten Punks. An der Ecke Brick Lane – Hanbury Street findet man eine große Markthalle und schon vor der Tür wehen einem Düfte exotischer Gewürze und Gerichte entgegen. Von indischer und türkischer über japanische und marokkanische hin zu griechischer und peruanischer Küche findet man alles was das Herz begehrt. Musiker und Straßenkünstler verstärken die international lockere Stimmung und bei Sonne taucht man regelrecht in die Gassen der Stadt ein. Man möchte garnicht mehr heraus.
Tube: In “Aldgate East” raus und zur Osborne Street laufen – diese geht direkt in die Brick Lane über!
Hyde Park
Die grüne Lunge der Millionenstadt ist der Hyde Park mit einer Fläche von 140 Hektar. Hier kann man lange Spaziergänge machen, ganz in Ruhe auf den Rasenflächen liegen, Gitarre spielen und einfach nur von der Hektik der Stadt entspannen.Am “Serpentine”-See gibt es Cafés und rund um die Uhr kann man Eichhörnchen beobachten, die ohne scheu überall herumlaufen.
Tube: Hier gibts mehrere Möglichkeiten: Einfach ist es in “Hyde Park Corner” oder “High Street Kensington” auszusteigen. Von dort sieht man die Parkeingänge direkt!
Globe Theatre
Am Ufer der Themse kann man das Globe-Theatre besichtigen.
Es ist ein rundes hölzernes Theater das – in der Urfassung von 1599 – 3000 Menschen Platz bat. Im Innenhof stehen die Zuschauer noch heute unter freiem Himmel. Ganz aus Holz erbaut brannte es 1613 bei einer Aufführung komplett nieder, da man eine Kanone auf der Bühne gezündet hatte und diese das Rietdach in Brand setze. Shakespeare war der fest angestellte “Hausdichter” des Theaters und nahezu alle seine Stücke wurden hier uraufgeführt. 1997 wurde das Theater wieder aufgebaut. Jetzt finden hier wieder Shakespeare-Aufführungen, Sonettlesungen und so weiter statt. Eine authentischere Atmosphäre um dieser Lyrik zu lauschen gibt es wohl nicht!!
Tube: Am besten steigt ihr an der Station “Mansion House” aus und lauft auf die andere Seite der Themse über die “Milleniumsbridge”!
- Straßenkünsterlinnen in der Brick Lane
- Der Hyde Park bei Sonnenuntergang
- Mexican food auf dem “International food market”
- Die Zuschauertribüne des Globe Theatre
- Straßenszene in Banglatown
- Eichhörnchen im Hyde Park
- Sunday market in der Brick Lane













Bisher keine Kommentare zu diesem Artikel
Was sagst du dazu?