Titelbild Carlos Ruis Zafón
Carlos Ruis Zafón
Der Schatten des Windes
Insel, Frankfurt
526 Seiten

Die Altstadt von Barcelona verbirgt einen geheimnisvollen Ort: einen Bücherfriedhof. Daniel Sempere gelangt dort eines Nachts hin – mit seinem Vater, einem Bibliothekar – und darf sich ein Buch aussuchen. Er wählt “Julian Carax: Der Schatten des Windes” und ahnt nicht, wie diese Tat sein Leben verändern wird. Das Buch soll er hüten, auf es aufpassen, wie auf einen Schatz. Er liest es immer und immer wieder und erfährt, dass er das letzte Exemplar dieses unbekannten Buches besitzt, denn alle anderen wurden verbrannt. Von da an taucht man ein in enge Gassen Barcelonas und deren Geschichten. Daniel deckt nach und nach die Vergangenheit des Autors seines gehüteten Buches auf und kämpft gleichzeitig gegen die Vernichtung dieses letzten Exemplares auf das es ein Unbekannter abgesehen hat. Immer mehr bemerkt man, wie ähnlich sich Daniel und Julian Carax in einigen Dingen sind und Sprünge zwischen Gegenwart und Vergangenheit lassen beide Geschichten miteinander verschmelzen. Daniel verliebt sich in Beatriz, die Schwester seines besten Freundes Tomas Águilar und trifft sich heimlich mit ihr. Seine Erzählungen aus der Ich-Perspektive spannen den roten Faden; teilweise ironische Kommentare seinerseits tragen genauso zu der Flüssigkeit des Buches bei, wie die Lebensweisheiten von Fermin Romino de Torres, einem ehemaligen Geheimdienstmitarbeiter, den Daniel durch Zufall trifft und als Freund gewinnt.
Das Buch entführt einen in die 50er Jahre Barcelonas und die Fetzen der Vergangenheit setzen sich erst im Laufe der Lektüre zusammen – langsam aber sicher blickt man durch die Zusammenhänge, die Beziehungen und Verbindungen und stößt auf so manche Überraschungen….