Geheimnisvoll. So wirkt der neue Stil ihrer Musik. Das erste Stück auf dem Album heißt „My Propeller.“ Eine Gitarre spielt im Hintergrund einen Riff, immer die gleiche Notenfolge, nicht sehr schnell. Alex Turner singt dazu die erste Strophe, dann eine kurze Pause, der Refrain beginnt, die anderen Instrumente setzen ein, das Lied wirkt schneller und lauter. Dann wird es wieder leise, wieder nur die Gitarre, nächste Strophe. So einfach es sich auch anhört – es ist genial! Die Arctic Monkeys schaffen es den Eindruck zu erwecken, dass ihre Musik voller Geheimnisse, unberechenbar ist. So wie ein Buch, in dem immer mehr und mehr Spannung entsteht, fesseln ihre neuen Stücke den Hörer. Das zweite Lied („Crying Lightning“, auch die erste Single-Auskopplung) ist vom Stil her fast identisch. Diesen geheimnisvollen Charakter haben auch die meisten der anderen Stücke, und genau das ist es, was das Album von seinen beiden Vorgängern unterscheidet. Whatever People Say I Am, That’s What I’m Not war das erste Album der Band, veröffentlicht 2006. Die Lieder auf dem Album waren ziemlich schnell und wild. Das zweite Album Favourite Worst Nightmare (2007) hingegen war viel ruhiger und langsamer. Jetzt haben die Monkeys es geschafft, mit Humbug diese beiden Alben auf einer gewissen Ebene zu vereinen. „Pretty Visitors“, das neunte Lied auf dem Album, erinnert stark an die frühen Tage der Band. Schnell, kompromisslos, laut. Was neu ist, könnte man als eine gewisse dazugewonnene musikalische Reife bezeichnen. Als Intro werden teilweise Orgelvorspiele eingebaut, mal hört sich der Bass elektronisch verzerrt an. Und: was wäre ein Arctic Monkeys Album ohne einen Song zum Dahin schmelzen. Für alle Freunde romantischer Musik: „Cornerstore“ (Lied Nr. 7). Das Einzige, was es an Humbug auszusetzen gibt, ist, dass es zu kurz ist. Zehn Titel auf einem Album sind meiner Meinung nach ein bisschen wenig – und bei der Qualität dieses Albums hätten es ruhig mehr sein können!






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