Am Sonntag ist die Leichtathletik – WM in Berlin zu Ende gegangen und damit hat auch die Vorstellung des übermenschlich wirkenden Sprinters Usain Bolt geendet. Er holte in der letzten Woche drei Mal Gold – zwei Mal davon mit einem neuen Fabelweltrekord.
Er verbesserte die bisherigen Bestzeiten über 100 und 200 m Sprint um jeweils über eine Zehntelsekunde, was in der Sprintwelt den Eintritt in eine neue Dimension bedeutet.
Doch wie immer darf man solche Fabelleistungen nicht jubelnd und blauäugig bewundern, sondern man muss sich fragen, ob das alles mit rechten Dingen zugegangen ist.
Um das zu verstehen ist ein kleiner Vergleich nötig, denn vielleicht mag es vielen von euch so gehen, dass sie die Tragweite einer Verbesserung um eine Zehntel Sekunde nicht richtig einschätzen können:
Während man für die Verbesserung von der Ersten Zeit unter 10 Sekunde im 100 m Sprint bis zur ersten Zeit unter 9,9 Sekunden 23 Jahre nötig hatte, brauchte man für eine weiter Verbesserung um eine Zehntel Sekunde lediglich 8 Jahre. Jetzt schaffte der „Supermann“ Usain Bolt dieselbe Verbesserung in nur einem Jahr.
Also bitte, welchem gesunden Menschenverstand drängen sich da nicht Zweifel auf, dass nicht alles an dem „überragenden Talent“ dieses Mannes liegen kann???
Im Radsport sind Doping Diskussionen an der Tagesordnung, doch im Zusammenhang mit der Leichtathletik wird über solche Themen nur am Rande gesprochen.
Es wird immer neuere, wirksamere und auch gefährlichere Mittel geben und es wird immer Sportler geben, die diese Mittel benutzen.
Und letztendlich ist es doch so, da darf man sich keine Illusionen machen, dass es im Hochleistungssportgeschäft, in dem es um Medaillen und viel Geld geht, meistens darum geht, wer am Besten gedopt ist. Und nicht wer der Beste ist. Oder ist das heutzutage das Selbe?






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