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Das Logo sah man schon von weitemÜberraschend trocken ging es am vergangenen Freitag, dem diesjährigen Chaostag, in Burlo zu. Die Abiturientia 2009 hatte einige Verbesserungen am veralteten Burloer Chaoskonzept vorgenommen.
Statt Wasserpistolen gab es so Kombizangen – allerdings nicht um, wie gewöhnlich, die jüngeren Schüler zu piesacken. Mit den Zangen wurden die Festivalbändchen am Handgelenk befestigt, von denen an diesem Morgen vom 5er bis zum Lehrer jeder eines bekam. Denn das Motto lautete “Rock am Kloster”.
Die Festivalatmosphäre kam gleich am Schultor auf. Hier hatten die 13er nicht nur ihr T-Shirt-Motiv – eine Kopie des “Hard Rock Café”-Logos – in Übergröße aufgehängt, sondern auch ein Zelt aufgebaut, in dem alle Rucksäcke auf Flaschen kontrolliert wurden. Wer den Einlass hinter sich gelassen hatte, tauchte völlig in die Festivalwelt ein: Von der Bühne tönte bereits deftige Rockmusik, und vor der Aula bildeten mehrere Zelte und ein Grill die passende Kulisse.
Die Schule jedoch war da noch abgeschlossen. Den Schlüssel musste sich Stufenleiter Herr Teschlade erst erkämpfen. Er war in einer der zahlreichen Bierdosen versteckt, die die künftigen Abiturienten am Abend zuvor geleert und in einem Planschbecken gesammelt hatten.
Nach der Öffnung der Schule folgte zunächst das traditionelle Aufräumen, denn dieses Ritual hatte sich auch die diesjährige 13 nicht nehmen lassen: Alle Klassen waren herrlich verwüstet. Da gab es zusammengeklebte Stühle, verrammelte Türen und aufwendig dekorierte Toiletten…
Nach drei Unterrichtsstunden ging es dann so richtig los. Die Lehrer waren nun allesamt als Rockstars verkleidet. So stellte Herr Franken Pete Doherty da und Frau Heuveldop Amy Winehouse. Auch die Bands Kiss und The Village People waren vollständig vertreten.
Die eigentlichen Stars waren jedoch die Mitglieder der Rockband, die die Jahrgangsstufe eigens für diesen Anlass zusammengestellt hatte. Sie brachte zwischen den Spielen und Karaokedarbietungen der Lehrer bekannte Rocksongs zu Gehör, die die Stimmung auf dem Schulhof anheizten.
Die üblichen Spielchen waren ganz am Motto des Tages ausgerichtet. So mussten Bierpaletten durch einen Schlafsackparcours geschleppt, Zelte aufgebaut und Luftgitarren bespielt werden. Bei diesen Aufgaben konnten jeweils die Schülerteams die der Lehrer schlagen.
Besonders spannend wurde es aber beim Ravioli-Wettessen. Hier fanden sich zunächst keine Lehrer, die teilnehmen wollten, doch dann erklärten sich die Referendare Frau Prost und Herr Robert bereit, die Ehre des Kollegiums zu retten. Das war ziemlich mutig, vor allem, wenn man bedenkt, dass die Nudeln vor dem Spiel nicht erhitzt worden waren! Ganz knapp (“Um eine Nudel!”) konnten die Lehrer dann das Schülerteam schlagen.
The Village PeopleEbenfalls unvergesslich sind sicherlich die Perfomances von Herrn van Hall, der Robbie Williams’ “Let Me Entertain You” (inklusive Striptease) zum Besten gab, sowie von Herrn Smirek alias Wolfgang Petry, der mit “Wir sind das Ruhrgebiet” die Stimmung auf die Spitze trieb.
Alles in allem war dieser Chaostag sicher der ungewöhnlichste, lauteste und lustigste, den Burlo seit langem gesehen hat. Die 13er verabschiedeten sich mit einer lauten Humba und einem kräftigen “Rock on!” vom Schulleben.

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