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Das Europäische Parlament ist die Vertretung der Völker und Menschen in Europa. 785 Abgeordnete aus 27 Nationen kümmern sich um Gesetze und Normen für ein einheitliches Europa. Und das nicht zu knapp: Bis zu 80 Prozent aller für Deutschland relevanten Gesetze basieren auf Entscheidungen des Europäischen Parlaments in Straßburg oder Brüssel!
Mit deiner Stimme hast du am Sonntag die Möglichkeit, das weltweit größte Parlament mitzubestimmen und damit Einfluss auf viele Vorschriften für Deutschland zu nehmen.
Die Anzahl der Abgeordneten pro Land richtet sich nach der Einwohnerstärke der Mitgliedsstaaten. Deutschland bildet dabei mit 99 Vertretern den größten Anteil. Weltweit erreicht das Europäische Parlament fast 490 Millionen Bürgerinnen und Bürger. Alle fünf Jahre sind sie dazu aufgerufen, ihre Wahlstimme abzugeben.
Bei den letzten Wahlen ging die Wahlbeteiligung in Deutschland immer mehr zurück. 2004 gingen nur 43 Prozent aller Stimmberechtigten zur Wahlurne, für dieses Jahr wird sogar nur eine Beteiligung von 35 Prozent erwartet.
Dabei hat die Macht des Europäischen Parlaments im Laufe der Zeit mehr und mehr zugenommen! Europas “Regierung“ ist aufgebaut wie ein Dreieck: Es gibt die Europäische Kommission, die aus einem Vertreter jeden Landes besteht und die die Interessen der Gemeinschaft vertritt. Sie ist ungefähr vergleichbar mit der Exekutive eines Staates. Der Rat der Europäischen Union setzt sich aus den Regierungen aller Mitgliedstaaten zusammen. Und das Europäische Parlament kann als einziges dieser Organe vom Volk direkt gewählt werden. Es hat die Möglichkeit, Gesetzesvorschläge der Kommission zu verändern, zu ergänzen oder ganz zu verhindern. Die Kommission unterliegt seiner Kontrolle und muss Rechenschaft über ihr Handeln ablegen.
Nur mit deiner Stimme am Sonntag hast du also die Chance, das Handeln der EU zu beeinflussen und ihr eine Richtung zu geben!
“Das ist ja schön und gut, aber jetzt weiß ich immer noch nicht, WEN ich wählen soll!”
Kein Problem! Auf der Internetseite des Europäischen Parlaments für Deutschland findest du unter dem Punkt “Europawahl“ viele Informationen und den Link zum “Wahl-O-Mat“. Hier kannst du herausfinden, welches Parteiprogramm am besten zu dir passt.
Achja, falls du dich jetzt (hoffentlich) dazu entschieden hast, am Sonntag doch zur Urne zu gehen: Wahlbescheinigung und gültigen Personalausweis oder Reisepass nicht vergessen!
Auf der nächsten Seite: Mit einem Video will Oliver Pocher zum Wählen motivieren.






12 Kommentare zu diesem Artikel
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Ich persönlich hätte ja ne Vorstellung der Parteien nicht schlecht gefunden.
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Dafür war ja der Link gedacht. Niemand kann die Parteien so gut vorstellen wie sie sich selbst.
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Oder eben doch. Anspruch und Wirklichkeit und so.
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Leider ist es als Schülerzeitung nicht unsere Aufgabe die Parteien zu kritisieren oder zu bewerten. Der Link zur Parteien- und Programmübersicht ist und bleibt in diesem Fall die bessere Variante.
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Und warum genau ist das nicht eure Aufgabe? Ist Kritik als Schülerzeitung verboten?
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nein, das nicht. aber wir sind eine schülerzeitung, und kein politmagazin. ich denke es reicht, wenn wir die inhalte und den sinn der europawahl vorstellen, und den rest den parteien selbst überlassen. und ich denke als schüler eines gymnasiums kann man sich gut ein eigens bild über die parteien und ihre vor- und nachteile machen, wenn man sich die links durchgelesen hat.
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Ganz genau. Elisabeth hat vollkommen Recht. Hinzu kommt, dass für uns als Schülerzeitung die Überparteilichkeit ein Muss ist, d.h. bei einer detaillierten Vorstellung der einzelnen Parteien würden wir uns auf sehr dünnem Eis bewegen, was das angeht.
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Ähm….??? ist kritik verboten?
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NEIN, immer noch nicht…
Aber selber denken auch nicht!
Man kann die Parteien auch neutral vorstellen, das ist richtig, aber in dem Artikel geht es nun mal nicht um die Parteien, sondern die Europawahl. Da steht der Link und einfacher als mit so einem Wahl – O – Mat geht´s ja wohl nicht!
Und ehrlich gesagt, wer alles Ernst nimmt, was im Parteiprogramm steht, der ist dann wahrscheinlich sowieso NPD – Wähler oder was auch immer.
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Bis auf den letzten Satz hat Joscha vollkommen Recht.
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Der letzte Satz offenbarte krasses Unverständnis. Denk mal drüber nach, was du mit dem Satz aussagst:
Ich stimme dem Wahlprogramm der NPD zu 100% zu. Das ist die Aussage deines Satzes!
Und eigentlich sollte man das Parteiprogramm Ernst nehmen, es handelt sich dabei schließlich 100%ig ernste Themen. Ob man jedoch mit der Partei übereinstimmt, das ist was anderes…
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Man sollte diese Sachen nur nicht alle glauben ( = alles Ernst nehmen ), weil zum Beispiel im Wahlkampf viele leere Versprechen gemacht werden.
Gerade diese Aussage ist doch eher Anti-NPD.
Und die Themen sind natürlich ernste, aber wenn man das ganze Parteiprogramm der DVU oder NPD für bare Münze nimmt, der sollte nun mal erst einmal selber denken.
Davon abgesehen sollte dir klar sein, dass ich das ganz bestimmt nicht mit diesem Satz aussagen wollte.
War ein bisschen verallgemeinernd gesagt und auch missverständlich, das stimmt!
Was sagst du dazu?