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girlsdaylogoFrau Hölting, was halten Sie vom Girls’ Day?
Prinzipiell ist es richtig, dass Mädchen weniger in den technischen oder naturwissenschaftlichen Bereichen tätig sind, obwohl sie genauso gut dafür geeignet sind. Deswegen ist dieser Aktionstag nicht verkehrt. Ich denke aber nicht, dass es etwas damit zu tun hat, dass die Mädchen zu doof für einen naturwissenschaftlichen Beruf sind. Nur es ist so, dass man als Naturwissenschaftler nicht gerade hohe Aufstiegschancen hat – und man muss flexibel sein. Wenn man als Frau eine Familie gründen will, ist so etwas schwer unter einem Hut zu bringen. Trotz alledem ist der Girls’ Day eine tolle Möglichkeit, sein Spektrum zu vergrößern und das kann doch niemals schaden. Der Girls’ Day hat 2000 mit gerade mal 1000 Teilnehmerinnen begonnen. Mittlerweile sind es schon 100.000! Daran sieht man doch, dass das eine gute Sache ist, die sich lohnt.

Wenn Sie in einen “Männerberuf” reinschnuppern dürften, welcher wäre das?
“Männerberuf”… (lacht) Als ich vor 30 Jahren Lehrerin am Gymnasium wurde, bestand das Kollegium größtenteils aus Männern und die Lehrerinnen arbeiteten eher an den Grundschulen. Doch das hat sich geändert. Was ja auch nicht schlecht ist! Lehrerin zu werden war schon immer mein Traumberuf.

Woran kann es liegen, dass noch keine Schülerin von unserer Schule beim Girls’ Day mitgemacht hat?
Da gibt es mehrere Gründe. Zum einen ist der Termin ungüstig gewählt, weil es meist immer sofort nach den Osterferien ist, und zum anderen dürfen die Mädchen nur 10 bis 15 Jahre alt sein. Aber es wäre doch toll, wenn ein paar Mädchen von unserer Schule dort mitmachen! Die Schülerinnen müssen sich dafür nur anmelden und es mit ihrem Klassenlehrer absprechen. Zu Pater Fleischmann müssen sie nicht extra gehen, es ist schließlich nur ein Tag.

Wären Sie auch für einen “Boys’ Day”?
Wieso nicht? Dann gäbe es vielleicht wieder ein bisschen mehr Jungs im sozialen Bereich.

girls-day.de
Selber mal anpacken? Hier findest du alle Infos zum Girls’ Day