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Am 23. April fand der Girls’ Day bereits zum neunten Mal statt. Mädchen im Alter von 10 bis 15 Jahren hatten da die Möglichkeit, einen Tag lang einen für Frauen eher untypischen Beruf auszüben. Wie zum Beispiel Pia Beckmann, 14, und Caroline Stegger, 14, von der Schönstätter Realschule. Sie haben beim Borkener Fernsehdienst mit angepackt.
Ihr habt beim Borkener Fernsehdienst euren Girls’ Day verbracht. Was musstet ihr da machen?
Ganz viele neue Sachen, von denen wir davor gar keine Ahnung hatten! Zum Beispiel haben wir einen Würfel zusammengelötet, aus einer Festplatte etwas raus und wieder rein gelötet, eine Satelittenschüssel angeschlossen und den Sender gesucht. Nachdem wir dann schon ein bisschen herumgebastelt hatten, durften wir einen neuen und einen altern Fernseher aufschrauben um herauszufinden, wo die Unterschiede sind. Das war echt interessant!
Es war zwar nur ein Tag – gab es trotzdem eine Sache, die ihr als Elektroniker gelernt habt?
Wenn man eine Satellitenschüssel aufbaut, muss sie immer von Nord in Richtung Süd stehen! (lachen)
Es gibt viele Bereiche, in denen man am Girls’ Day teilnehmen kann, wie Fachhochschulen, Chemielabore oder auch die Feuerwehr. Wieso habt ihr euch für den Fernsehdienst entschieden?
Eigentlich nur, weil Pias Onkel da arbeitet. Wir sind dann einfach hingefahren, haben gefragt ob wir am Girls’ Day zu ihnen kommen können und die waren sofort einverstanden. Sowieso wollen wir später niemals etwas in dieser Branche machen. Auf keinen Fall! Aber das wussten wir auch schon, bevor wir beim Girls’ Day mitgemacht haben.
Was haben eure männliche Kollegen denn über euch Mädels gesagt?
Es gab auch Frauen, die dort gearbeitet haben, aber die waren eher Sekretärin oder gehörten zu Bedienung. Wir haben in der Werkstatt gearbeitet, da waren nur Männer. Die waren total nett zu uns und haben sich über ein paar junge Mädels gefreut.
Und was haltet ihr rückblickend von der Aktion?
Es ist gut, um einen Einblick in ein unbekanntes Fachgebiet zu bekommen. Obwohl es vielleicht ein bisschen sinnlos ist, dass es nur ein Tag dauert.
Was haltet ihr von der Einführung eines Boys’ Days?
Das wäre doch nur gerecht! Den gibt es aber auch schon mit dem Motto: Neue Wege für Jungs!
Auf der nächsten Seite: Was hält die Feministin Frau Hölting vom Girls’ Day?






3 Kommentare zu diesem Artikel
1
Ich habe selber zum erstenmal am GIRLSDAY teilgenommen und fand`s absolut genial und empfehlenswert!!
Ich war zur Fachhochschule in Bocholt und das Projekt hieß:”die schwebende Kugel”, es ging um Magnetismus und den “Segway” (kennt den jemand) mit dem wir dann nachher eine Runde fahren durften^^. Eigentlich was für Physikinteressierte (nicht gerade mein Lieblingsfach;-)) , zumal da auch dann ein bisschen mit Formeln gerechnet und experimentiert wurde, aber allein schon die Fachhochschule mal anzusehen und so einen Schulalltag “live” mitzuerleben war schon genial. Wann hat man sonst die Gelegenheit dazu ?!?^^
Der Termin so kurz nach den Osterferien stört mich eigentlich nicht, wenn du daran teilnehmen möchtest musst du allerdings schon selber die Initiative ergreifen und dir die Aktionen raussuchen.
Den Girlsday an der FH in Bocholt habe ich aus dem BBV und dann auf der Internetseite nach langem Suchen endlich gefunden. Dann habe ich mich online angemeldet und bekam kurz danach ein Infoschreiben per Mail. Das Problem war dann noch es meinem Klassenlehrer beizubringen, denn ich glaube aus unserer Schule war ich so ziemlich die Einzige die daran teilgenommen hat.
Mein Brüderchen war auch schon ganz neidisch ^^ , aber es gibt ja auch den Boysday….!!!!!
Super, dass ihr davon berichtet habt.
2
Prinzipiell ist der GirlsDay wirklich eine tolle Sache, aber eben mit einem Tag wohl eher nur dafür geeignet ein leises Interesse an “Männerberufen” zu wecken.
Ich selbst habe auch schon an solch einem GirlsDay teilgenommen – weshalb es also nicht stimmt, dass noch niemand von unserer Schule dabei mitgemacht hat – und war in Düsseldorf beim Finanzamt und habe dort vor allem in den Bereich der Informatik und Programmierung hineingeschnuppert. So konnte ich z.B. eine Homepage basteln, mit einer Programmiererin sprechen oder mal “Hinter die Kulissen” schauen.
Durch den GirlsDay bin ich auch auf den Beruf der Medieninformatikerin aufmerksam geworden, denn alle Teilnehmerinnen (und das waren echt ziemlich viele) beim Finanzamt bekamen ausführliches Infomaterial über mögliche Berufe, an die man vielleicht erst gar nicht so denkt!
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Wurde der Girls’ Day rein offiziell nicht inzwischen umbenannt – in den Zukunftstag oder sowas ähnliches? Der Gleichberechtigung wegen.
Was sagst du dazu?