Die Projektgruppe in Aktion„Watson, wir haben ein Problem!“ Wie in den „Sherlock Holmes“-Klassikern heißt es zur Zeit auch an unserer Schule „Wir haben ein Problem!“ – und zwar ein Platzproblem! Für die gestiegene Schülerzahl ist die Schule schlicht zu klein, wie Herr Brands treffend feststellt: „Die Schule platzt aus allen Nähten!“ Ein siebenköpfiges Gremium aus Vertretern der Schule, des Ordens und der Eltern kümmere sich deshalb um eine Lösung.
Dabei habe es schon verschiedenste Überlegungen gegeben, erzählt Herr Brands weiter. „Anfangs wurde über die Anschaffung von Pavillons nachgedacht. Aber Miete oder Kauf kosten da auch viel Geld. Außerdem ist gar nicht klar, ob wir den Platz auf Grund der sinkenden Geburtenraten und G8 in fünf Jahren noch benötigen.“ Eine Alternative dazu seien ein Um- oder Anbau der Schule.
Es fehlt aber nicht nur an Unterrichtsräumen, sondern auch an ausreichend Platz für außerschulische Aktivitäten wie zum Beispiel den Abibällen, die bislang grundsätzlich außerhalb der Schule stattfinden müssen. Ein Umbau der Aula wäre für Herrn Brands die mögliche Lösung einiger Probleme.
Mit dem zusätzlichen Raum könnte die Schule zudem auch an Attraktivität gewinnen. „Unser Ziel ist, dass man nicht ständig das Gefühl hat in der Schule zu sein. Schüler und Lehrer sollen sich wohlfühlen, ein bisschen wie zu Hause.“
Mit dieser Idee im Kopf ist die Projektgruppe an das Lehrerkollegium herangetreten. Dort wurden verschiedene Wünsche und Vorstellungen für die neue Aula formuliert – zum Beispiel ein Bistro, ein Computerraum oder die Bibliothek. Und auch ein neuer Name kam ins Gespräch: „Forum Mariengarden“. Schließlich soll das neue Gebäude ein Treffpunkt für alle Schüler werden.
In einem Architektenwettstreit mit drei Bewerbern ginge es nun um die beste Idee, alle Träume und Visionen in einer neue Aula zusammenzubringen. Am sechsten Mai werden die Ergebnisse der Projektgruppe präsentiert und dem Provinzrat eine Planung vorgelegt. Der Rat entscheidet dann endgültig über den Umfang des Projektes.
So einfach und entschieden, wie das alles klingt, ist es aber leider noch lange nicht. Das wohl größte Problem stellt die Finanzierung dar. Für die Oblaten wäre das nämlich ein ganz schöner Kraftakt. Zur Zeit wird nämlich auch das Gästehaus im Hünfelder Kloster rundum saniert, da kommt der Aulaumbau in Burlo nicht gerade zur passendsten Zeit.
Mit Hilfe der Stadt Borken, der umliegenden politischen Gemeinden, der Schüler, Lehrer und Eltern und vielleicht auch der Ehemaligen sieht Herr Brands aber eine echte Chance.
Für unseren Schulleiter Pater Fleischmann ist das Geld jedoch nicht der einzige Haken an der Sache. „Wir müssen erst einmal überlegen, wie wir den möglichen Ausfall der Aula während des Umbaus kompensieren können, zum Beispiel in der Klausurphase, in der die Aula dringend benötigt wird.“
Bei allem Überlegen und Träumen müsse man das Notwendige vom Wünschenswerten trennen. Ein zweiter Computerraum und zusätzliche Arbeitsräume würden zweifellos gebraucht. Ob die Lösung nun in einer neuen Aula liege, ist für den Schulleiter aber noch nicht klar. Auch ein Aufstocken des Anbaus, indem bisher die Biologie, das Sprachlabor und einige Klassenräume untergebracht sind, sei denkbar.
Egal, wie sich unsere Schule verändert und welche Planungen letztendlich umgesetzt werden, Schülersprecher Uli Garvert ist begeistert vom frischen Wind an der Schule und fordert deshalb von allen Schülern vollen Einsatz: „Wir müssen uns mit eigenen Ideen einbringen, denn mit der Schule soll etwas Positives verbunden werden. Die Gestaltung und Dekoration der Räume liegt in unserer Hand!“
Und in einem Punkt sind sich alle Parteien dann doch einig: Es sei unglaublich wichtig, dass der Orden zeige, dass er in Burlo investieren will – und zwar langfristig! Der Startschuss für diese Investitionen soll möglichst im Rahmen der religiösen Schulwoche fallen. Und welches Projekt auch immer die Zustimmung erhält, unsere Schule bekommt auf jeden Fall neuen Glanz!

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