Mitten im Abi sollte unsere Autorin eigentlich nur eines tun: lernen. Gute Noten hat sie aber höchstens für die vielen Ideen verdient, wie sie sich davor drücken kann.
Einen Lernplan erstellen
Im Internet rumsurfen und sinnlose Dinge ewig recherchieren
Einer Serie verfallen, zum Beispiel: “Gossip Girl” (wegen der Klamotten), “Sternenfänger” (wegen der Sommergefühle), “Brothers and Sisters” (weil sonst nichts mehr da ist)
Sehr aufwendig kochen
Arzttermine einschieben: halbjährliche Kontrolle beim Zahnarzt, Muttermalcheck und so
Mal wieder all den Leuten eine E-Mail schreiben, bei denen man ewig nichts von sich hat hören lassen – wegen des ganzen Stresses, versteht sich
Aufräumen
Sich beim Essen mit den Eltern verquatschen (dabei darüber jammern, wie viel man noch lernen muss)
Unis und Studiengänge googlen und gleich alle Zulassungsvorschriften und Bewerbungsabläufe recherchieren
Die allervergammeltsten To-Do-Listen herauskramen und abarbeiten
Sich endlich erbarmen und der Schwester erklären, wie Gedichtanalyse / Photoshop / Hackfleischbällchen Braten geht
Den Spiegel mal von vorne bis hinten durchlesen
Chatten
Knutschen macht den Kopf frei
Sich neuerdings für diese abgefilmten Zugfahrten im Fernsehen interessieren
Die Uni-Bewerbung ausfüllen (das Feld “erwartete Abiturnote” zur Sicherheit freilassen)
Zusätzliche Lehrbücher bestellen, ohne die man gar nicht erst anfangen kann (Lieferzeit: drei Werktage)
Die Abizeitung planen
Den Chaostag planen
Den Abiball planen
Im Supermarkt eine kleine Ewigkeit lang nach den optimalen Lernkeksen suchen (Voraussetzungen: lecker, wenig Kalorien, trotzdem Energiebooster, billig, keine Schmierfinger wegen der Schulbücher)
Statt zum Aldi gegenüber den langen Weg bis zum Lokalsupermarkt fahren, weil es da die BESSEREN Kekse gibt
Ein neues Ordnungssystem auf der externen Festplatte einführen
Im Internet nach Lerntipps suchen
Losfahren Loslaufen, um alle ausgeliehenen DVDs und Bücher persönlich zurückzugeben
Germany’s Next Topmodel
Die Reisen nach dem Abi organisieren
Shoppen
Den allerersten Kalender kaufen, der von Januar bis Dezember geht und nicht von Juli bis August, und alle Geburtstage eintragen
Blumen gießen
Zur Schule fahren und nachgucken, ob die Termine für die mündlichen Prüfungen schon feststehen
Ins Fitnessstudio gehen (wegen der Kekse)
Über weitere Punkte für diese Liste sinnieren
Früh schlafen gehen, damit man am nächsten Tag dann endlich genug Energie zum Lernen hat
“Den Chaostag planen” – sind wir unter die freien radikalen gegangen – junge frau!? ;-)
Svenja7. Mai 2009
4
Ich kann das nur zu gut nachvollziehen, mir gings vorm Abi nicht anders. Das Problem ist nur, dass es sich jetzt im Studium kein Stück gebessert hat. Ein Kaffee im Bistro, mindestens zwei Stunden in der Mensa sitzen oder eben Marie lesen ist alles besser als fürs Studium zu pauken. ;)
Leonie8. Mai 2009
5
Jaja, ich schließe mich an: im Studium wird’s nicht besser! Was glaubt ihr was ich hier gerade mache …
Endlich war es so weit! Ende Januar fuhren zehn unserer Redakteure nach Berlin, um dort am “Grundlagenseminar Journalismus” teilzunehmen. Wie es uns gefallen hat, ist hier zu lesen. Weiterlesen »
5 Kommentare zu diesem Artikel
1
Ich kenn’ da übrigens 33 Wege, sich vor der Korrektur eben dieser Klausuren zu drücken…
2
Da sind Sie bestimmt nicht der einzige ;)
Ich habe auch den Artikel beim Spiegel gelesen:
Ganz toll, also großes Lob, und es ist alles so wunderbar nachvollziehbar…
3
“Den Chaostag planen” – sind wir unter die freien radikalen gegangen – junge frau!? ;-)
4
Ich kann das nur zu gut nachvollziehen, mir gings vorm Abi nicht anders. Das Problem ist nur, dass es sich jetzt im Studium kein Stück gebessert hat. Ein Kaffee im Bistro, mindestens zwei Stunden in der Mensa sitzen oder eben Marie lesen ist alles besser als fürs Studium zu pauken. ;)
5
Jaja, ich schließe mich an: im Studium wird’s nicht besser! Was glaubt ihr was ich hier gerade mache …
Was sagst du dazu?