Nahezu alles, was einem beim Wort Zirkus einfällt, sollte man vergessen, bevor man eine Flic Flac-Vorstellung besucht. Ein großes schwarz-gelbes Zelt bietet Platz für 1350 Zuschauer – jeder davon wird es nach dem zweistündigen Programm beeindruckt verlassen.
In rasantem Tempo, ohne viel Zeit zum Luftholen, lösen sich die Artisten auf der Bühne ab. Tiere gibt es bei Flic Flac nicht, dafür aber Menschen, die – nahezu lebensmüde – großartige Kunststücke vorführen. Im Programm der international besetzten Truppe aus 40 Künstlern lassen sich ästhetische Darbietungen finden, wie eine Schlangenfrau oder die Liebesgeschichte auf dem Trapez eines englisch-russichen Paares. Vor allem aber geht es hier um Nervenkitzel, um gewollte Schockmomente für das Publikum.
Das Todesrad bietet wahrscheinlich den größten: Zwei Kolumbianer laufen in einer Art zweiteiligem Hamsterrad auf und in den Rädern – ganz durch Muskelkraft dreht sich das Stahlgerüst und sie springen Seilchen auf diesem drehenden Monstrum, mit verbundenen Augen!
Beim Auftritt der brasilianischen Trapezkünstler verstummt das ganze Zelt, keine Laut ist zu hören, nur die kurzen, barschen Zurufe der Künstler oben in der 22 Meter hohen Zeltkuppel. Nach dem gelungenen dreifachen Salto geht ein Aufatmen durch die Menge.
Als gewaltiges Finale brausen acht Motorradfahrer durch eine Kugel in der Mitte der Manege. Minutenlang scheinen alle Zuschauer nur zu hoffen, dass nichts passiert – Spannung pur!
Am Ende sind manche Dinge dann doch noch wie im “echten” Zirkus: minutenlanger Applaus und persönlicher Kontakt zu den “Stars” des Flic Flac am Ausgang. Ab heute gastiert der Zirkus mit dem Programm “Underground” in Bonn – ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall!
circusflicflac.de
Auf der Website des Zirkus’ findest du Tourdaten und Eintrittspreise.






1 Kommentar zu diesem Artikel
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Ich war auch da… in Wesel…
Und es lohnt sich echt!!! Klasse Show mit viel Spannung und Nervenkitzel…
auch der clown war echt gut, obwohl er ja eigentlich nichts besonderes konnte… ;D
Außer vielleicht jonglieren…
Auf jeden Fall kann ich einen Besuch nur empfehlen…
Gruß und einen schönen ersten Mai, André
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