Viel Technik beim MDRLos ging es am Donnerstag Morgen. Wir stiegen in den Zug und machten uns auf den langen Weg zum Schloss Wendgräben bei Magdeburg, einem Haus der Konrad Adenauer Stiftung. Dort angekommen fing die Arbeit sofort an. Uns erwartete in den nächsten drei Tagen ein strammes Programm: Wir sollten lernen, wie man Nachrichten, Kommentare und Glossen schreibt, Interviews führt, wie man eine Schülerzeitung optimal finanzieren kann, ein schönes Layout gestaltet und wie man eine Schülerzeitung online organisiert (was für uns alte Online-Hasen natürlich kein Problem war…).
Neben den Workshops stand am Freitag ein Besuch beim MDR in Magdeburg an, wo wir den Chefredakteur trafen und eine Hausführung bekamen. Wir schauten uns die Studios an und erfuhren einige interessante Dinge über die Technik hinter den Kulissen, zum Beispiel wie ein Teleprompter funktioniert. Chefredakteur Stephan Schulz erzählte uns, welche Wege in den Journalismus führen. Wir merkten hier, dass Journalist ein sehr anstrengender und anspruchsvoller Beruf ist, der aber durchaus Spaß macht, wenn man gerne schreibt.
Trotz des vollen Zeitplans war die Atmosphäre sehr locker und wir hatten viel Spaß und nie Stress. Das lag nicht zuletzt an unseren jungen Seminarleitern Stefan, Britta und Janos, die uns, obwohl sie selbst noch sehr jung sind – oder vielleicht gerade deswegen – die Themen sehr gut nahe bringen konnten und sich sehr um uns bemühten. So beantworteten sie sogar bis spät in die Nacht in lockerer Runde unsere Fragen und unterhielten sich mit uns über Gott und die Welt.
An diesen Abenden tauschten wir uns auch mit den anderen Teilnehmern aus, von denen die meisten selbst an einer Schülerzeitung mitwirken. Sie hatten viele Fragen an uns, weil wir die einzige Schülerzeitung waren, die im Internet erscheint. Natürlich haben wir auch voller Stolz unsere Homepage präsentiert und Janos war so begeistert, dass wir jetzt sogar auf der Seite seiner Jugendzeitung YAEZ verlinkt werden.
Am Samstag fuhren wir zurück nach Borken. In Wendgräben haben wir auf jeden Fall viel gelernt, nette Leute getroffen und interessante Einblicke in die Welt des Journalismus bekommen.