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Michael Klassen, 17, ist in der Jahrgangsstufe 12. Sein Vater ist gebürtiger Kanadier, seine Mutter ist Deutsche.

Michael KlassenWie würdest du dein persönliches Verhältnis zu Kanada beschreiben – nur ein ganz normales Land oder deine zweite Heimat?
Ich würde es auf jeden Fall als etwas Besonderes bezeichnen, da ich dort ja noch Verwandte habe. Außerdem kriegt man natürlich von klein auf mit, dass der eigene Vater woanders herkommt. Ich würde es sogar als meine zweite Heimat bezeichnen, auch wenn ich es bisher nur von unseren Urlaubsreisen kenne.

Wie oft warst du schon in Kanada?
Diesen Sommer werde ich zum vierten Mal mit meiner Familie dorthin fliegen.

Verspürst du manchmal Fernweh?
Ich freue mich immer sehr darauf, nach Kanada zu fliegen. Es ist cool darüber nachzudenken, dass ich auch dort leben könnte. Die Leute dort sind sehr locker. Es ist nicht alles so gestresst, wie es in Deutschland manchmal ist. Ich möchte auf jeden Fall noch mal für ein Jahr oder länger dort leben, am liebsten direkt nach dem Abitur im nächsten Jahr.

Du bist hier geboren und hast immer hier gelebt. Würdest du dich als Deutscher bezeichnen?
Naja, ich bin kein Patriot. Bei Fußballländerspielen zum Beispiel, da bin ich halt doch kein wahrer Deutschlandfan. Ich bin in gewisser Weise geteilt, da man seine Herkunft natürlich nicht vergisst. Kanada ist ein fester Bestandteil meines Alltags!

Interview: Lars Paprotta