Vor knapp einem Jahr hieß es für Theresa Stenkamp,18, aus der Jahrgangsstufe 12: Kofferpacken und auf gehts! Für ein ganzes Jahr tauschte sie „good old Germany“ gegen den kalten Norden und ging nach Finnland. Nun will sie Schülern, die in derselben Situation sind, den Start in der Fremde erleichtern. Ehrenamtlich arbeitet sie deshalb für die Organisation „Youth for Understanding“ (YFU), mit der sie damals selbst reiste.
Insgesamt unterstützen 35 Helfer, zumeist noch Schüler, das Projekt. Und jede Hand wird hier wirklich dringend benötigt: Pro Jahr nimmt die YFU nämlich etwa 450 Jugendliche aus über 40 Partnerländern in Deutschland auf!
Für alle Neuankömmlinge gebe es zunächst einen vierwöchigen Sprachkurs, erzählt Theresa. Und dazu ist einiges an Vorbereitung nötig: „Ich organisiere den Kurs, kümmere mich also um einen Raum und einen guten Verkehrsanschluss, damit die Schüler in der Fremde auch wissen, wo sie hinfahren müssen. Außerdem gehört zum Programm auch ein Mittagsessen, das ich plane!“
Aber Theresa macht die viele Arbeit Spaß, schließlich war sie selbst einmal froh, solche Hilfe zu bekommen. In Finnland habe es auch einen Sprachkurs gegeben, „der dauerte aber nur ein paar Tage.“ Ein gelungener Start ist sehr wichtig, sagt Theresa, „Die Finnen sind sehr schüchtern!“, erzählt sie. „Darauf musste ich mich erstmal einstellen.“ Aber später habe alles super funktioniert. Schon nach wenigen Monaten habe sich ein Finne bei ihr entschuldigt, sie auf Englisch angesprochen zu haben: „Ich habe ihm auf Finnisch geantwortet. Und er war ganz verlegen und hat mich sofort für eine Einheimische gehalten.“ Daran sieht man, wie wichtig es ist, sich schnell an die neue Sprache zu gewöhnen.
Zum Programm gehört aber nicht nur das Erlernen der richtigen Verständigung, sondern auch das Kennenlernen der neuen Kultur. Die Kursteilnehmer werden zusammen mit ihren Gastgeschwistern eine Exkursion unternehmen und vom sogenannten „Orientierungslehrer“ mit den unbekannten Sitten vertraut gemacht.
Diesen Juli beginnt für zehn Jugendliche aus Thailand das „Abenteuer Deutschland“ mit dem Sprachkurs, den Theresa organisiert. Sie weiß: Um sich wohl zu fühlen braucht es allerdings auch die passende Gastfamilie. Neben dem Kurs koordiniert sie nämlich auch noch die Familienzuteilung.
Und um mit gutem Beispiel voran zu gehen, nimmt Familie Stenkamp selbst einen thailändischen Jugendlichen bei sich auf. Viel Engagement für das „interkulturelle Zusammenleben und die aktive Völkerverständigung“, wie es die YUF beschreibt, ist eben ganzen Familie wichtig. „ Wir finden es sehr spannend, mit Leuten aus anderen Kulturen zu leben und ihnen den Einstieg in Deutschland zu erleichtern“, sagt Theresa.
Gleichzeitung ruft die Schülerin zur Unterstützung auf: Für die thailändischen Gäste werden noch Gastfamilien gesucht, die für vier Wochen einen Austauschschüler bei sich aufnehmen. Wer sich auf die spannende Zeit einlassen möchte, kann sich bei Theresa melden oder findet weitere Informationen im Internet.
yfu.de
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6 Kommentare zu diesem Artikel
1
Der Titel dieses Artikels ist zwar sehr zutreffend gewählt, denn Deutsch ist wirklich nicht leicht zu erlernen, aber ich muss jetzt mal etwas wichtiges anmerken. Ich weiß ja nicht für wie kompetent sich die halten, die diese wundervollen, intelligenten, herausragen und einfach nur fantastischen Artikel schreiben, die durchaus auch informativ und vielleicht auch ein bisschen gebildet sind. Aber jetzt muss ich was sagen, was mich zu tiefst entsetzt und auch bestürzt hat, in dem Titel steht “Deutsche Sprache – schwere Sprache” das ist so nicht richtig wie schwer ist die Sprache denn 10, 15 oder 20 Kilogramm das ist jetzt für alle die diesen Artikel verfasst haben. Denn ich glaube das wird noch keinem aufgefallen sein, vielleicht denen, die etwas gebildeter sind und sich wissen zu artikulieren. Also vielleicht solltet ihr diesen genannten Sachverhalt, den ich gerade eben geschildert habe, noch so verwirklichen, dass es den Bestimmungen der deutschen Sprache entspricht. Das war das einzige formale Manko, das mir beim Lesen diese Artikels ins Auge gesprungen ist. Dann noch was Inhaltliches dieser Artikel gibt dieses Unterstützungsprogramm von einer eher positiven Seite wieder. Vielleicht solltet ihr, wenn überhaupt vorhanden, noch etwas über die eher nicht so positiven Dinge berichten.
Sonst Alles in Allem ist der Artikel deine umfangreiche und auch wissenswerte Ansammlung der Informationen über dieses Programm. Jetzt noch etwas, was ich noch anmerken muss. Dieses Thema, was ihr gewählt habt, hat einen hohen pädagogischen Wert, denn Migration ist ein wichtiger Teil des alltäglichen Lebens. Ich bezeuge hiermit meinen größten Respekt an die Menschen, die das alles ermöglicht haben. Macht weiter so, ihr seid spitze. Desweiteren hoffe ich doch , dass die Migration von allen Leuten unterstützt wird. Denn wenn man sich mal klar macht, dass auch wir Deutschen, wenn wir in andere Länder gehen, auch nett aufgenommen werden wollen. Das gilt natürlich auch für alle anderen Menschen auf der ganzen Welt.
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Hej Patrick, schön, dass dir unsere Themenwoche so gut gefällt! Eins musst du mir aber noch erklären – wenn die deutsche Sprache also nicht “schwer” ist, warum ist sie dann “nicht leicht zu erlernen”?
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Ich wollte damit nur sagen, dass eine Sprache nich schwer sein kann, sie kann nur schwierig sein. Nur das wollte ich damit nur ausdrücken. Und meines Ermessens nach ist die deutsche Sprache eine schwierige Sprache. Ich hoffe hiermit, dass alle Unklarheiten beseitigt wurden.
4
Schön, dass es immernoch Leute gibt, die soviel Zeit haben, um sich mit Kleinigkeiten wie Definitionen von Wörtern zu beschäftigen.
Kriegst n Daumen, bis n Held!
5
…vor allen Dingen ist er ein kleiner Wichtigtuer,der selbst der deutschen Sprache nicht gerade mächtig ist!!!
wenn ich so manchen Satz lese(von Zeichenfehlern gerade einmal abgesehen):
“….und sich wissen zu artikulieren”—->richtig:”und sich zu artikulieren wissen”
oder
“Alles in Allem”—->richtig”alles in Einem”(wurde mir selbst in meiner letzten Geschiklausur angestrichen:-))
normalerweise würde ich nie auf solche Weise vom eigentlichen Artikel ablenken wollen!Ich finde das echt toll,dass Theresa das ehrenamtlich macht und Ausländern hilft,sich in Deutschland besser zurechtzufinden!Deutsch zu lernen ist mühsam,ich merks bei meinen ausländischen Eltern…
Aber Patrick hat etwas total Banales kritisiert.Das kommt für mich so rüber:”ich muss mich mal wie ein burloer Gymnasiast ausdrücken!”oder:”Seht her,ich habe Fehler entdeckt!Die Redaktion ist dumm und ich bin klug!”
Vielleicht hab ichs auch nur falsch aufgenommen,aber mich regt sowas total auf!Vor allen Dingen,weil Tina bestimmt nicht gedacht hat,dass da einer direkt ein etwas falsch interpretierbares Wörtchen so breittreten muss….
6
Ich finde den Artikel sehr interessant geschrieben aber auch zu lesen. Ich habe mich schon länger einmal dafür interessiert auch einen Schüleraustausch zu machen und jetzt weiß ich erst wie viel Arbeit es ist so etwas zu organisieren. Ich finde es auch gut, dass man über so etwas auf der Schülerhomepage schreibt, sowieso die ganzen Themen sind alle sehr interessant aber auch sehr informativ. Aber mal zu der Überschrift wie schwer ist denn unsere Sprache 10, 15 oder vielleicht 20kg?
Sie passt aber auch sehr gut zum Thema des Artikels, denn ich stell mir das auch ziemlich anspruchsvoll vor eine Sprache in einer so kurzen Zeit zu verstehen, aber auch zu sprechen. Ich würde mir vorstellen, dass es sehr spannend ist einen Gast bei sich auf zunehmen, der kein einziges Wort deutsch versteht. Ich werde demnächst mal öfter auf eure Seite gehen und hoffe noch weitere spannende Artikel bei euch zu lesen.
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