Juhu Bloc Party!Der 17. Februar 2009 ist ein kalter Tag. Davon ist im Kölner Palladium jedoch keine Spur. Dort brennt die Luft, denn Bloc Party stehen auf dem Programm.
Nahezu 4000 Personen drängen sich in den Saal, das Konzert ist ausverkauft. Um 20 Uhr geht es los, die Vorband Delphic betritt die Bühne. Musikalisch ist diese Band in die Elektro-Schublade einzuordnen, das steht schnell fest. Fetzige Beats aus dem Synthesizer sowie eine einzigartige Lichtshow werden den Zuschauern eine halbe Stunde lang geboten und diese bekunden lauthals ihre Begeisterung. Dann verabschiedet sich die Band und das Warten fängt wieder an.
Um 21 Uhr ist es schließlich soweit: Die vier Engländer betreten die Bühne, Frontmann Kele ganz lässig in schwarzer Slim, weißem Hemd und einer roten Baseball-Cape. Was nun folgt, ist Live-Musik der Extraklasse: Kaum eine Band verbindet Indie-Rock und Elektro so gekonnt wie Bloc Party – und das merkt man. Das Konzert ist ein einziger Rausch, es ist energiegeladen, bietet jedoch zwischendurch auch ruhige Momente.
Die Jungs beherrschen ihre Instrumente auf höchstem Niveau und Kele beweist, dass seine Stimme nicht nur auf den CDs einzigartig klingt. Als die Band sich verabschiedet und die Bühne verlässt, ist gerade einmal eine knappe Stunde verstrichen. Laut schallt der „Zugabe“-Ruf durch den Saal und Bloc Party lassen sich nicht zweimal bitten. Es folgen sieben (!) Zugaben, welche die Intensität des Konzertes noch erheblich steigern und die Energie der tanzenden Zuschauer bis aufs Letzte aufbrauchen. Als die Band unter lautem Jubel des Publikums schließlich verschwindet, wurden 20 Songs aus allen drei Alben gespielt.
Ein großartiges Konzert war zu Ende, bei welchem die geniale Musik, die perfekte Show und das lässige Auftreten der Künstler sich gegenseitig überboten. Ein großer Tipp an alle Festival-Gänger für den kommenden Sommer: Lasst euch diese Band nicht entgehen!