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Wie jedes Jahr am 1. Dezember war sie auch dieses Mal wieder überall zu sehen: An der Jacke, am Auto, auf großen Plakaten, überall prangte die rote Schleife, auch Red Ribbon genannt. Sie ist das Symbol des Welt-Aids-Tages und soll Solidarität mit allen Aidskranken oder HIV-Positiven ausdrücken.
Genau das taten auch die 500 Jugendlichen im Alter von 14 bis 18 Jahren beim Jugendaktionstag im Cinemaxx-Kino in Berlin. Sie waren eingeladen worden, um auf die Krankheit aufmerksam zu machen, aber auch, um mit ihr konfrontiert zu werden. Prominente Botschafter des Welt-Aids-Tages begleiteten sie dabei. Die Schauspielerin Christiane Paul, der Rapper Samy Deluxe, Autor und Schauspieler Pierre Sanoussi-Bliss sowie Gesundheitsministerin Ulla Schmidt waren gekommen, um ihre ganz persönlichen Erfahrungen mit Aids zu schildern. Vor allem aber wollten sie den Jugendlichen klar machen: Aufklärung ist das allerwichtigste! Und Ulla Schmidt fügte hinzu: „Sich schützen beim Sex ist das oberste Gebot!“
Mit einigen Filmen und einer beeindruckenden Theaterperformance wurde den Schülern verdeutlicht, dass dies nicht nur ein kluger Spruch der Gesundheitsministerin ist, sondern dass verantwortungsloses Handeln zu einem elenden Kampf führt. Einem Kampf gegen eine tödliche Krankheit, der nicht nur aus medizinischer Sicht, sondern leider auch aus gesellschaftlicher Sicht verloren wird.
Denn immer werden Menschen, die sich mit dem HI-Virus infiziert haben, aus der Gesellschaft ausgeschlossen und behandelt wie Monster. Das liegt daran, dass die meisten viel zu wenig über die Krankheit wissen und dumme Vorurteile haben. Damit sich dieses Problem möglichst schnell in Luft auflöst, standen nicht nur das Kino, sondern die ganze Stadt im Zeichen von Aids.
So wurde die S-Bahnlinie 9 zum Beispiel zur „Aidsbahn“ umfunktioniert. Neben kleinen Aufklärungsheftchen gab es dort auch Kaffee, Kuchen und artistische Kunst zu bestaunen, und das alles auf dem Weg zur Arbeit oder der Shoppingtour mit der Freundin. Aids ist eben mittendrin, ein Problem, das es nicht nur in Afrika oder anderen fernen Ländern gibt. Aids ist direkt vor unserer Haustür und genau das sollten die Menschen erkennen, in ihrem Alltag, ganz beiläufig, im Zugabteil.
Mit von der Partie war natürlich auch hier das rote Schleifchen. Die Idee dazu kommt übrigens aus den USA. Dort ist es Tradition, als Zeichen des Gedenkens an verstorbene Verwandte oder Bekannte eine rote Stoffschleife um einen Baum zu binden.
Willst du auch ein solches Zeichen tragen, um zu sagen: „Ich habe Aids nicht vergessen!“? Kein Problem! Die rote Schleife gibt es nämlich nicht in einer offiziellen Version, du kannst sie dir ganz leicht aus einem Stück Stoff oder Geschenkband selbst gestalten.
welt-aids-tag.de
Die Website zum Welt-Aids-Tagjunge-presse.de
Das Magazin der Jungen Presse zum Welt-Aids-Tag
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