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Mit einem außergewöhnlichen Projekt versuchen zwei Franzosen, etwas zu bewegen in Israel. Es geht um Ähnlichkeit, Toleranz und Respekt.
Als die beiden französischen Künstler JR und Marco sich 2005 trafen, beschlossen sie, gemeinsam den Nahen Osten zu besuchen und herauszufinden, warum Palästinenser und Israelis keinen friedlichen Weg zueinander finden können. Was sie entdeckten, verblüffte sie: „Diese Menschen sehen gleich aus und sprechen fast gleiche Sprachen, wie Zwillinge, die in verschiedenen Familien aufgewachsen sind. Das ist offensichtlich, aber sie sehen es nicht.“
Die Künstler fanden: Wir müssen sie gegenüberstellen, von Angesicht zu Angesicht, „face to face“. Dann werden sie sehen. Im Bewusstsein darüber, wie heikel das Thema ist, wollten sie eindeutige Zeichen setzen – und trotzdem nicht schrecklich ernst daherkommen. Aus diesem Vorsatz entstand die Idee für ihr Projekt Face2Face.
JR und Marco besuchten Palästinenser und Israelis, Menschen auf beiden Seiten, die die gleichen Berufe haben. Schauspieler, Frisöre, Schüler, Geistliche. Sie baten die Leute, lustige Grimassen zu schneiden, und gingen dann mit einem dicken Objektiv vor der Kamera ganz nah an sie heran, um sie zu fotografieren. Was die Künstler dabei am meisten überraschte, war, wie offen die Menschen waren, und dass so viele tatsächlich mitmachten.
Anfang März war es dann soweit: Die Bilder wurden in riesigen Vergrößerungen an öffentlichen, „unvermeidbaren“ Plätzen aufgehängt. Und zwar immer „face to face“: Ein palästinensischer und ein israelischer Schauspieler nebeneinander, drei Geistliche verschiedener Kirchen, zwei kleine Jungs beider Seiten.
Die beiden Künstler hoffen, dass ihr Projekt zu einem besseren Verständnis zwischen beiden Seiten beiträgt. Sie wünschen sich „eine Lösung, die zwei Länder, zwei Völker friedlich in sicheren und international anerkannten Grenzen leben lässt.“ Heute, sagen sie, sei „face to face“ nötig. Und in ein paar Jahren wollen sie dann wieder kommen – für „hand in hand“.
www.face2faceproject.com
Das Buch zum Projekt, mit allen Fotos und weiteren Informationen, erscheint im Juni. Erhältlich ist es unter anderem auf der Website des Projekts.





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