Frankreich-Austausch

Könnt ihr euch vorstellen wie geil es ist, wenn man Kakao aus Schüsseln schlubbern kann? Wahrscheinlich nicht, aber es ist wirklich lecker und Gang und Gäbe in Frankreich. Eigentlich gibt es nicht wirklich sehr große Unterschiede zwischen unseren Nachbarn und uns, aber wenn man genau hinschaut, fallen einem kleine, witzige Sachen auf. Bleiben wir doch bei den Essgewohnheiten. Erstmal wollen wir mit dem Vorurteil aufräumen, dass alle Franzosen mit einem Baguette unter dem Arm herumlaufen! Natürlich wird man schon jemanden sehen, der dies klischeegetreu macht, jedoch kann man da auf keinen Fall pauschalisieren.
Trotzdem wundert man sich bei einigen Sachen… So wird bei manchen der Salat zum Nachtisch gegessen, und bei anderen werden zu vielen Gerichten Chips gereicht. Doch festgehalten werden muss: An all diese Sachen kann sich angepasst werden – ohne große Probleme, denn die Gerichte machen das wieder gut. Besonders gerne werden auch Variationen von Pfannkuchen gereicht, die aber in keinster Weise ein Vergleich zu unserem sind. Herzhafte „Galettes“ und süße „Crêpes“ sind geradezu himmlisch.
Kommen wir nun mal zu einer ganz anderen Sache: Ihr werdet nur selten eine Toilette im Badezimmer vorfinden. Diese besitzt in Frankreich nämlich einen eigenen Raum. Über Vor- und Nachteile davon muss man jetzt ja nicht unbedingt sprechen.
Natürlich spielt auch die Schule in Frankreich eine große Rolle, und da gibt es dann wirklich einige Unterschiede. So hat jeder seinen eigenen Schrank und die Klassen wechseln stündlich die Räume für die verschiedenen Fächer. In den Pausen fällt eine unglaubliche Grüppchenbildung auf. Sofort beim ersten Hinsehen kann man unterscheiden, wer zu welcher Gruppe gehört! Der gravierende Unterschied zur deutschen Grüppchenbildung ist, dass die französischen Cliquen einen eigenen Style haben, man sieht also in einer Rockerclique nur Leute mit Slims und Chucks herumstehen, genauso wie man in einer Hip Hop- oder Rapperclique nur Leute mit weiten Klamotten oder Basketballschuhen sieht. „Slims“ ist in Frankreich aber auch so ungefähr das einzige englische Wort, was benutzt wird. Anglizismen sind nämlich vollkommen verboten! Und so haben sich die Franzosen für Computer komplizierte Wörter wie „Ordinateur“ ausgedacht und „Portable“ für Handy, an dem sie ständig hängen. SMS zu schreiben scheint völlig out zu sein, jeder lebt nach dem Motto: „Wenn du jemandem etwas zu sagen hast, dann sag es ihm, egal wo du bist!“ Na, wenn man’s hat…
Letztendlich sollte man nicht vergessen, dass die Franzosen, die wir kennen gelernt haben alle super nette Leute sind – und kleine Ticks haben sicherlich Leute aller Nationalitäten!