Foto: Eva SchulzUrsprung des Styles:
Hip-Hop ist eine kulturelle Bewegung, die ihre Ursprünge in den afroamerikanischen Ghettos im New York der 70er Jahre hat. In den amerikanischen Gefängnissen gab es nur riesige Einheitsgrößen, welche die Inhaftierten nach ihrer Entlassung einfach beibehielten. Damit wollten sie auffallen und vor allem provozieren. So entstand ein neuer Style, der sich mittlerweile auf der ganzen Welt verbreitet hat.

Der Grund fürs Aussehen:
Individualität. Es gefällt mir halt aufzufallen und nicht „normal“ zu sein! Außerdem ist es in meiner Szene, also der Tanzwelt, nichts besonderes, so rumzulaufen. Ich möchte meinen Style schon beibehalten, aber es kommt natürlich auch immer auf die Situation oder Veranstaltung an. Bei einer Hochzeit würde ich mich entsprechend kleiden und nicht in meinen normalen Klamotten auftauchen…

Reaktionen aufs Aussehen:
…sind mir völlig egal! Dämliches Hinterhergucken ist fast schon zur Normalität geworden. Wenn ich Kritik bekomme, kleide ich mich eher noch extremer als sonst. Meine Mutter hat sich mittlerweile daran gewöhnt und findet es gut, dass ich meinen eigenen Weg in Sachen Mode gehe.

Eitelkeit:
Ich achte sehr auf mein Aussehen. Ich habe sogar Outfits komplett fertig im Schrank hängen! Es kann schon mal länger dauern, bis ich dann fertig bin.

Vorurteile: Sind Hip-Hopper immer auch Gangster?
Auf keinen Fall! Hip Hopper laufen zwar in Sachen Kleidung extrem rum, aber können sich auch vernünftig ausdrücken und fangen nicht irgendwo Schlägereien an! Bei uns kommt es einfach darauf an, seine eigene Meinung äußern zu können, ohne schräg von der Seite angeguckt zu werden. Man  kann machen, was man will, und ist frei. Unsere Vorbilder sind keineswegs Sido, Bushido oder Kool Savas – Gangster ziehen sich so an wie wir und wollen so sein, aber es gelingt ihnen nicht wirklich.