“”We are what we do” ist kein Wohltätigkeitsverein. Es ist keine Institution. Es ist viel eine neue Bewegung.” So beschreiben sich die Initiatoren einer Internetseite (wearewhatwedo.de) und vieler Aktionen, die immer mehr Leute auf der ganzen Welt anziehen und dazu bewegen, selbst aktiv zu werden. Dabei geht es nicht um ein zentrales Thema, zum Beispiel Umweltschutz oder Kinderarmut, sondern eigentlich – um alles. Um das Wohl der ganzen Welt.
Diese neue Bewegung macht eine clevere Idee wahr: „Tut alle eine kleine Tat, und ändert damit etwas.“ Jeder weiß, dass auf der Welt viel zu tun ist, damit sie die „eine Welt“ wird, damit sie überhaupt weiter existieren kann. Die „We are what we do“-Formel lautet deshalb: „Kleine Aktionen x viele Menschen = große Veränderung“.
Entstanden ist das ganze auf Basis der gemeinnützigen „Community Links“ in London. Durch das Buch „Einfach die Welt verändern“ ist die Sache auch in Deutschland bekannt geworden und findet immer mehr Interessierte, die sich vornehmen, ein Lächeln zu verschenken (Aktion 5) oder Zeit mit einer anderen Generation zu verbringen (Aktion 14). Fast alle Mitarbeiter, die nebenbei auch Filme, Ausstellungen und Projekte arrangieren, leisten dies unbezahlt. Das irgendwie überall benötigte Geld wird durch die Verkäufe der Bücher und anderer kleiner Utensilien reingeholt.
219 646 Aktionen zeigt mir der Zähler gerade der Internetseite an. Viele kleine registrierte Taten von Menschen aus verschiedenen Ländern. Manche haben auf Plastiktüten verzichtet, so oft es geht (Aktion 1), andere einen Baum gepflanzt (Aktion 7) oder mit jemandem gebadet, den sie lieben (Aktion 8). Wenn man es noch genauer wissen will: 4 333 Leute haben einem Kind eine Geschichte vorgelesen (Aktion 2), 5 704 die Heizung einen Grad heruntergedreht (Aktion 10) und 4 272 Menschen haben einfach den Tag genutzt (Aktion 28).Auf den ersten Blick scheint das alles so einfach, aber zu der ein oder anderen guten Tat muss man sich erst einmal aufraffen, oder es fällt schwer, sie durchzuhalten. Letztendlich macht man aber mit jeder davon irgendjemanden glücklich – und das spornt an.
Fünfzig Vorschläge für gute Taten kann man „Tu was“ auf der Website abrufen und so ganz aktuell nachgucken, wie viele Menschen gerade etwas Gutes getan haben. Damit diese Leute nicht allein bleiben, kannst du dich auch sofort selbst registrieren und deine täglichen Aktionen mit „Ich habs getan“ abhaken. Kreative Weltverbesserer machen gleich einen neuen Vorschlag, indem sie den Satz „I’d like 1 Million people to…“ vervollständigen.
Ich möchte, dass DU und 100 andere Leute mitmachen!

wearewhatwedo.com
Auf der Website des Projekts findest du eine Liste mit allen Aktionen und vieles mehr.