Seit nunmehr acht Jahren spielt der Schüler aus der Klasse 7c Fußball. Dazu ist er gekommen, weil sein Vater damals Trainer beim SV Hoxfeld war. In diesen acht Jahren machte Andre an drei verschiedenen Stationen halt: Wie erwähnt, fing er beim SV Hoxfeld mit dem Fußballspielen an. Danach wechselte er zum FC Schalke 04.
Entdeckt wurde sein Talent auf der Großkreismeisterschaft der F-Jugend. Jedoch spielte Andre noch drei weitere Jahre für den SV Hoxfeld, ehe er in der D-Jugend zu Schalke wechselte. Dort konnte er aber nicht viel eingesetzt werden, weil er sich früh in der Saison verletzte und ihm so nach einiger Zeit die Spielpraxis fehlte, die seine Mitspieler bereits sammeln konnten. Deshalb wurde er am Ende der Saison aus Schalker U14 Kader “aussortiert”. Daraufhin absolvierte er bei Rot-Weiß Essen ein Probetraining und wurde sofort angenommen.
“Im Vergleich mit Schalke sind in Essen das Training und die Anzahl der Turniere verbesserungsfähig, so Andre. Einen weiteren Pluspunkt für Schalke sieht er darin, dass “auf Schalke” nur auf Rasen und Kunstrasen trainiert wurde. In Essen trainiert er immer auf Asche. “An Essen mag ich aber, dass alles viel familiärer abläuft. Zum Beispiel darf ich zu Spielen der 1. Mannschaft Freunde und Verwandte kostenlos mitzunehmen. Außerdem darf er bei diesen Spielen Balljunge sein.
Vom Verein bekommt der Hoxfelder einen Trainingsanzug, ein Trainingsshirt, ein Trainingstrikot, einen Ball, einen PR-Anzug und ein PR-Shirt gestellt. Im Moment wird Andre noch von seinem Vater zum Training und zu den Spielen nach Essen gebracht, was sich jedoch im nächsten Jahr ändern wird. Ab dann wird er nämlich vom Verein zu Hause abgeholt. Und ab dem nächsten Jahr wird er seine Fußballschuhe vom Verein gestellt bekommen.
Derzeit trainiert Andre vier Mal pro Woche bis zu zwei Stunden. In der Vorbereitung auf die Saison kam noch einmal in der Woche ein extra Konditionstraining hinzu. An den Wochenenden hat er entweder ein Spiel oder ein Turnier, was immer vom Spielplan abhängig ist. “Das viele Trainieren schränkt mich beim Thema Schule nicht ein, sagt Andre, “aber mir bleibt nur sehr wenig Zeit für Verabredungen mit Freunden.”
Wenn man bei solch hochkarätigen Vereinen spielt, bleiben Regeln und Verbote nicht aus: Auf Schalke durfte er zum Beispiel vor dem Training und den Spielen keine süßen Getränke und ungesundes Essen (Pommes, Hamburger) zu sich nehmen. Hätte er dies doch getan, so hätte es sein können, dass er in den nächsten Spielen nicht eingesetzt worden wäre.
Der bisherige Höhepunkt seiner achtjährigen Karriere ist für Andre der Gewinn eines Turniers mit Schalke in Belgien gewesen. Als Ziel hat er sich gesetzt, Profi zu werden.