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Was mit einer kleinen Gruppe von Männern in Südfrankreich begonnen hat, ist heute zu einer weltweiten Gemeinschaft geworden, der längst nicht mehr nur Patres und Brüder angehören. Es gibt mit den Oblatinnen auch einen weiblichen Zweig der Gemeinschaft und viele Männer und Frauen auf der ganzen Welt fühlen sich den Idealen und Ideen Eugen von Mazenods heute nahe. Dass das nicht immer einfach ist, versteht sich fast von selbst.
Diese wenigen Sätze über das Leben Eugen von Mazenods, zeigen uns, dass er von Kind an ständig in seinen natürlichen Bestrebungen gehindert und durch Personen und Ereignisse schwer gebeutelt wurde. Dabei erweist er sich als starker Charakter und Mann tiefen Glaubens und Vertrauens in Gott. Er war bereit das zu tragen, was er als seine Mission der Liebe und Barmherzigkeit gegenüber seinen Nächsten empfangen hatte, und in deren Dienst er seine Liebe stellte. Selbst herausgefordert durch seine Zeit, wurde er nun umgekehrt eine Herausforderung für die anderen. Er war unerbittlich, wenn es um die Verteidigung der Rechte der Jugendlichen, der einfachen Leute und der Kirche ging, auch wenn er sich dadurch unbeliebt machte. Er gründete eine Jugendbewegung bei allen Widerständen die ihm die Regierung und die anderen eifersüchtigen Pfarrer machten. Er stellte alle seine Talente und Begabungen, mit denen Gott ihn reich beschenkt hatte, in den Dienst der Kirche und in die Anliegen der Jugendlichen und Armen. Eugen starb am 21. Mai 1861 im Alter von 79 Jahren.
Wer träumt nicht als Kind oder Jugendlicher von Geld und Gut? Auch Eugen hatte diese Gedanken. Doch letztendlich hat er sich für Gott und für die Menschen in Not entschieden. Nicht Macht, Anerkennung oder Reichtum bestimmten den Weg Eugen von Mazenods, sondern der Dienst für Gott und die Menschen. Ein Weg, der zur Gründung der weltweiten Oblatenfamilie führt und aus dem verängstigten kleinen Jungen einen Missionar, Bischof, und Heiligen werden lässt. Er wurde am 19. Oktober 1975 durch Papst Paul VI. selig und 20 Jahre später, am 3. Dezember 1995, durch Papst Johannes Paul II. heilig gesprochen.
Was können wir also von Eugen und seinem Leben lernen? Eine Krise ist nicht zwingend verhängnisvoll. Obwohl sie Schwierigkeiten und gefährliche Momente mit sich bringt, kann sie genauso gut, und normalerweise ist es so, etwas Positives sein, eine Herausforderung für uns Menschen. Nutzen wir die „Krise“ der Kirche und unsere Lebensverstrickung als eine Aufforderung – wie der Heilige Eugen von Mazenod – uns auf unsere Zeit einzustellen, mit ihren Nöten umzugehen. Verändern wir dann wie Eugen – mit der Kraft und unserer Verbindung mit Jesus – diese Welt. Öffnen wir uns für Gott und für die Menschen, denen wir begegnen.





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