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Mit 20 Jahren kehrte er am 24.Oktober 1802 nach Frankreich zurück. Er musste erleben, wie viele seiner Hoffnungen durch den chaotischen Zustand in seinem Heimatland – in dem er am 1. August 1782 (Aix-en-Provence) als Sohn einer provenzalischen adeligen Familie geboren wurde- gestorben waren. Unter anderem litt er sehr darunter, dass sich seine Eltern getrennt hatten. Es war für ihn, der sehr an beiden Eltern hing, ein schweres Kreuz zu erleben, dass seine Versöhnungsversuche fehlschlugen. Ein lukrativer Heiratsplan, ausgeheckt von seiner Mutter, ging durch den Tod der vorgesehenen Braut daneben. Schon während seiner Exilszeit wandte Eugen sich zunächst vom Glauben ab und auch jetzt wusste er wenig damit anzufangen, da er mit so vielen anderen Dingen beschäftigt war. Geprägt von den Erlebnissen im Kreise des Adels in Italien, versuchte er für sich und seinen Vater im nun liberalen Frankreich eine gesellschaftlich angesehene und unabhängige Zukunft aufzubauen. Aber auch dieser Plan scheiterte. All diese Niederlagen und die Ereignisse um ihn beeinflussten sein Leben. Eugen ist 23 und er erfährt eine innere Leere und kommt dadurch in eine Krise, die er in Palermo schon einmal hatte, nur dass sie jetzt viel schlimmer war. Eugen – immer auf der Suche nach Glück und Zukunft, nach einer längst vergangenen gesellschaftlichen Bedeutung und dem früheren Reichtum, – findet schließlich den Weg zum wahren Leben. Am Karfreitag 1807 wurde er während der Karfreitagsliturgie innerlich tief getroffen. Der Blick auf den Erlöser Jesus Christus am Kreuz ließ ihn erkennen, dass Christus sein Leben und sein Blut für ihn persönlich hingegeben hatte. Diese Erkenntnis ließ ihn bitterlich weinen. Ab jetzt wollte er sein Leben ändern und er entschloss sich, diesem Erlöser – diesem Christus – nachzufolgen. Er wollte Priester werden. Er sah nun auch den Niedergang der Kirche und ihre Verwahrlosung, er fühlte gleichzeitig eine starke Bindung zu Gott. Dieser Bindung nachgehend, verließ er im Oktober 1808 abermals Aix und ging gegen den Willen seiner Mutter nach Paris, um im dortigen Seminar Saint Sulpice Theologie zu studieren. Schon drei Jahre später, am 21. Dezember 1811 empfing er in Amiens die Priesterweihe. Er hatte ein großes Herz für die Armen, Benachteiligten und an den Rand Gedrückten. Eugen hatte begriffen, wie sehr die Menschen Gott brauchen. Sein Herz brannte förmlich von dem Wunsch, allen Menschen zu erzählen, wie groß Gott ist und dass genau dieser Gott den Menschen, besonders den Jugendlichen, Armen und Verlassenen, nahe sein will. Weil Eugen aber nicht nur ein frommer und eifriger, sondern auch ein kluger Mann war, hatte er schnell begriffen, dass er diese Aufgabe nicht alleine erledigen konnte. Er brauchte Gleichgesinnte, die wie er von Gott begeistert waren und die den Mut hatten, in Ihrem Leben ganz auf Gott zu vertrauen. In den Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria, den OMIs oder kurz den Oblaten, hat Eugen solche Leute gefunden. Männer und Frauen, die bereit sind den Menschen durch Wort und Tat von Gott zu erzählen und die keine Angst davor haben, dafür auch über matschige Dschungelpfade, staubige Sandpisten oder zugefrorene Flüsse zu gehen. Am 17. Februar 1826 bestätigte der damalige Papst Leo XII diese Gemeinschaft.






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