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Aber von vorn: Durch ein Integrationsprogramm für Behinderte wird Jason von der Athena High School aufgenommen. Der Junge ist völlig verrückt nach Basketball, aber sein Trainer findet ihn schlichtweg zu klein. Er ernennt ihn zum Team Manager. Obwohl er nie selbst spielen darf, erfüllt Jason seine Aufgaben mit größter Motivation. Er erstellt Statistiken, bringt den Spielern Wasser und ruft ihnen vom Spielfeldrand aus immer wieder zu: „Stay focused!“ Konzentriert euch! Alle mögen Jason, die Spieler und Cheerleader ebenso wie die Fans, die sein Gesicht auf Plakate drucken und bei den Spielen hochhalten. Er wird zum Maskottchen, das bald den Spitznamen „J-Mac“ trägt.
Das letzte Heimspiel der Saison findet am 16. Februar 2006 statt. Es ist auch für Jason das letzte Spiel, er wird bald die Schule abschließen. Als Zeichen der Dankbarkeit lässt ihn der Trainer des Teams, Jim Johnson, das Mannschaftstrikot anziehen. Lange muss Jason auf der Bank warten, ehe sein Team vier Minuten vor Schluss mit 20 Punkten führt. Da konnte nicht mehr viel schief gehen, muss sich auch Johnson gedacht haben, und schickte „J-Mac“ aufs Feld. Die 900 Zuschauer in der Halle jubelten.
Jasons erster Versuch eines Drei-Punkte-Wurfs scheitert. Er probiert es ein weiteres Mal, diesmal einen Korbleger, aber auch der geht daneben. Dann kommt er noch mal an den Ball, wagt noch mal einen Drei-Punkte-Wurf – und trifft. Jason wirft fünf weitere Dreier und einen Zweier in nur vier Minuten. Das sind 20 Punkte, die schafft nicht mal ein NBA-Spieler in so kurzer Zeit. Am Ende des Spiels steht es 79 zu 43 und „J-Mac“ ist ein Held.
Die Lokalpresse berichtet, dann zeigt der Fernsehsender CBS die Videoaufnahmen von Jasons vier Minuten. Fortan stehen dort die Telefone nicht mehr still – die Fernsehzuschauer wollen die Bilder noch einmal sehen. Unzählige schauen sich alles im Internet an. Dann klingelt das Telefon bei Jason. Präsident George W. Bush selbst bittet um ein Treffen. Er habe weinen müssen, als er die Berichte sah.
J-Mac ist zu Gast in Oprah Winfreys Talkshow, er trifft das amerikanische Basketballidol Magic Johnson und erhält einen Preis für den besten sportlichen Moment des Jahres. Nebenbei beendet er die Schule. Arbeitet zunächst in einem Supermarkt, wo er Waren auspackt und beschildert. Dann wechselt er in eine Bäckerei. Seither ist sein größter Traum, einmal selbst eine Bäckereifiliale zu leiten.
Die ganze Geschichte klingt so märchenhaft und typisch amerikanisch, so perfekt inszeniert, dass man sie kaum glauben kann. Aber längst hat Jason einen Vertrag bei Columbia Pictures unterschrieben. So werden wir alle bald sein Märchen im Kino sehen können.
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