„Es kann schon mal manchmal laut werden…“, fällt das Fazit von Antiquated nach zwei Jahren gemeinsamer Bandproben aus. Die vier Jungs verschreiben sich nämlich seit ihrer Gründung Anfang 2005 der Rockmusik und haben sichtlich Spaß dabei. Antiquated, das sind Jörn Degeling (14 Jahre, Gesang und Bass), Marius Osterholt (15 Jahre, Gitarre), Julian Suer (15 Jahre, Gitarre) und Michael Kampshoff (15 Jahre, Schlagzeug).
Und wie kommt man auf den Namen „Antiquated“? Dem Grinsen der Bandmitglieder zufolge verbirgt sich dahinter eine Story. „Na ja“, räumt Marius ein, „das ist eigentlich ziemlich banal. Wir brauchten unbedingt einen Namen und da hab ich in einfach eine Seite in einem Englischwörterbuch aufgeschlagen und da stand dann „antiquated“ (engl.: veraltet, überholt)“.
Widersprüchlich eigentlich, denn ihre Songs sind ganz und gar nicht veraltet. In ihrem Programm stehen vor allem Lieder von Blink 182 oder Green Day für den englischsprachigen Teil. Dem gegenüber stehen deutsche Lieder, wie „Bonny & Clyde“ von den Toten Hosen und ein eigener Song („Karriere“) aus dem Jahr 2005.
„Womit fangen wir heute an?“, so beginnt die lockere Probe. Keiner der Musiker sieht irgendeinen Zwang, etwas Bestimmtes zu erreichen – nach zwei Liedern, wenn alle richtig in ihrem Element sind, merkt man den puren Spaß, den die Vier bei der Sache haben, aber so richtig. Spätestens wenn sie „Song 2“ von Blur auspacken, besteht für jeden Fan der Rockmusik Mitsumm-Zwang – danach allerdings ist für Jörn nicht mehr viel zu summen: „Pass mal auf hier – du erstickst ja noch!“, warnt Gitarrist Marius ihn nach dem Song, denn in den steckt der Sänger und Bassist wirklich all seine Energie hinein. Das bedeutet eine kurze Pause, doch dann juckt es Julian schon wieder in den Fingern.
Für ihren eigenen Song, den sie nach ein paar von Michael selbst gemachten Bockwürstchen gestärkt performen, drehen sie extra noch mal den Lautstärkeregler auf und Michaels Schlagzeugsolo beeindruckt sogar seine Kollegen immer wieder.
Ohne Zweifel beherrscht jedes Bandmitglied sein Instrument hervorragend. Da alle mehr als zwei Jahre lang Unterricht hatten oder sogar noch haben, ist dies kein Wunder. Hinzu kommen die Bandproben alle zwei Wochen, wo ihre Fähigkeiten jedes Mal aufs Neue gefordert sind.
„Wir wollen mal ein bisschen lieb sein“, schmunzelt Marius am Ende: „Ohne unsere Eltern und Verwandten gäbs uns wahrscheinlich nicht in dieser Form“. Finanziell und materiell wird die Band von Eltern und Großeltern unterstützt. Außerdem wäre da natürlich noch der Proberaum in Michaels Keller und die Anfahrt von Marius und Julian (sie wohnen in Burlo und Raesfeld – geprobt wird aber in Krechting). Und wie sieht es mit Auftritten aus? Letztes Jahr am Musischen Abend rockten Antiquated die Aula – und vielleicht auch dieses Jahr… Wünschenswert wäre das jedenfalls, denn wir können stolz darauf sein, dass Antiquated ein Teil unserer Schule sind!






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