Auf dem Gelände der stillgelegten Zeche Zollverein in Essen konnte man vom 14. bis 16. November zeitgenössische Kunst bestaunen, wenn man bereit war, die sechs Euro Eintritt zu bezahlen. Zu sehen waren Ausstellungstücke aus dem In- und Ausland.
Das Tolle: Man konnte direkt mit den Künstlern sprechen oder auch eines der Werke kaufen – zum stolzen Preis von zum Beispiel 1 600 Euro. Parallel gab es dieses Jahr zum ersten Mal eine Video-Lounge, in der man sich Kurzfilme anschauen konnte, die auch alle ihre eigene mehr oder weniger verständliche Aussage hatten.
Wer von alldem die Nase voll hatte, konnte an den bis jetzt vierten „Open Photo Days“ teilnehmen, was bedeutet, dass man bei einem professionellen Photowalk mitmachen konnte, selbst mit Kameras fotografieren und die Fotos ausdrucken oder ausstellen durfte. Für die besten Bilder gab es sogar noch einen Preis zu gewinnen.
Zu den Ausstellungsstücken muss man sagen, dass es sehr viele waren und sehr unterschiedliche – Langeweile war hier also eindeutig ein Fremdwort. Außerdem konnte man auch einige lustige Momente erleben, wenn man merkte, dass man als Laie nicht wirklich immer die Aussage verstehen konnte, die sich zum Beispiel hinter gehäkelten Hirschen verstecken (du findest sie in unserer Galerie).
Trotzdem waren viele Dinge sehr spannend und wirklich außergewöhnlich. Insgesamt bleibt also ein positiver Eindruck, auch von der Atmosphäre in den alten Industriegebäuden sowie in der neuartigen „Zollverein School“. Dort geht es sehr locker zu und man bekommt einen guten Einblick in diese zugegeben etwas skurrile Welt.
Ob man nun ein positives oder negatives Fazit zieht, muss man natürlich letztendlich selbst entscheiden, für die Meisten war aber sicher viel Sehenswertes dabei. Auch nächstes Jahr findet die Kunstmesse wieder statt, sie ist auf jeden Fall einen Besuch wert.